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Dienstag, 17. Juli 2018

TrainingLab Pro (bzw. eine Windows-Anwendung) in einer virtuellen Maschine ausführen

Die TrainingLab Pro ist - wie die meisten User wissen - eine reine Windows Desktop Anwendung (und wird aufgrund der historischen Entwicklung (leider) auch immer eine reine Windows Anwendung bleiben).
Eine Portierung auf Macintosh oder Linux-Systeme käme einer kompletten Neuentwicklung gleich und wäre von mir alleine nicht zu stemmen (auch oder gerade was den Support betrifft -> letzteres wird bei solchen Sachverhalten gerne mal unter den Teppich gekehrt).

Ob und inwiefern es für User alternativer Betriebssysteme Sinn macht, die TrainingLab Pro in einer virtuellen Maschine zu betreiben, das vermag ich nicht zu beurteilen. Dennoch gibt es einige User - mich inbegriffen - die die TrainingLab Pro (auch) in einer virtuellen Maschine betreiben.

Daher will ich an dieser Stelle eine Kurzanleitung vorstellen, die die nötigen Schritte abbildet, die nötig sind, um die TrainingLab Pro (gilt natürlich viele andere Windows Anwendungen auch) in einer virtuellen Maschine unter einem Windows-System zu betreiben.
Das hier Beschriebene lässt sich also auch für andere Windows-Programme runterbrechen: letztlich verkörpert eine virtuelle Maschine - im hier beschriebenen Szenario - ja ein komplettes (Windows)-System.

Ich nutze für diese Illustration Virtualbox als Virtualisierungssoftware, der VMWare Player funktioniert auch recht gut und ist m.E. sogar noch ein bisschen performanter (ist aber nur für den privaten Gebrauch kostenlos nutzbar).
Andere VM Umgebungen wurden von mir nicht getestet.

Installation der Virtualisierungssoftware


Das ist der einfachste Part. Einfach das Setup des VM-Systems herunterladen und dieses ausführen/installieren (siehe weiter unten aufgeführte URLs bzgl. offizieller Bezugsquellen).

OS in der virtuellen Maschine aufsetzen und installieren


Die Beschreibung der Windows-Installation würde hier den Rahmen sprengen, zumal es letztlich - sofern eine virtuelle Maschine neu aufgesetzt wird und ein Windows-System neu installiert werden soll/muss - auf eine ganz profane Windows-Installation hinausläuft: Windows-Setup-DVD einlegen (oder ein entsprechendes *.ISO Image) und den Windows-Installationsprozess innerhalb der VM starten.


Daher kürze ich das an dieser Stelle ab und verweise auf einige Artikel, in denen die Inbetriebnahme einer bereits fertigen Windows XP-Umgebung, die von Microsoft (immer noch) zum Download angeboten wird, detailliert beschrieben wird:


Im Grunde genommen kann zur Ausführung der TrainingLab Pro jedes Windows Desktop System ab Windows-XP verwendet werden. Windows XP bietet sich hierfür an, da es schon fertig konfiguriert von Microsoft bezogen werden kann und die aktuelle TrainingLab Pro unter Windows XP - mit Ausnahme der Einbindung einiger Social Media Dienste - immer noch sehr gut funktioniert und vor allem in einer virtuellen Maschine sehr ressourcenschonend betrieben werden kann. Selbst durchschnittliche PCs sollten das stemmen können, wenngleich eine virtuelle Maschine immer etwas PS unter der Haube benötigt.

Sofern das Windows XP System innerhalb einer VM betrieben wird, dürfte ein damit einhergehendes Sicherheitsrisiko m.E. auch zu vernachlässigen sein -> aber again, es kann jedes von der VM unterstützte Windows OS >= Windows XP genutzt werden (aus diversen Gründen wurde die TrainingLab Pro - Stand Mitte 2018, Vers. 7.40 - von mir immer noch weitestgehend Windows XP kompatibel gehalten).

Installation/Einrichtung der TrainingLab Pro


Wenn  die virtuelle Maschine erstmal läuft, dann gibt es eigentlich kaum noch Fallstricke.
Einfach die virtuelle Maschine starten und warten bis das virtuelle Windows System hochgefahren ist. Im nächsten Schritt das TrainingLab Pro Setup ausführen und voilà, die TrainingLab Pro ist ab sofort nutzbar. 


Das Prozedere hat damals mein Kollege Alex genauer beschrieben, hier der Installationsleitfaden. Das jeweils aktuellste TrainingLab Pro Setup kann übrigens hier bezogen werden.

Auf eine Besonderheit möchte ich an dieser Stelle dennoch verweisen: bei meinen letzten Tests bzw. beim Verfassen dieses Blog-Beitrags bin ich unter einem neu aufgesetzten virtuellen Windows XP System auf das Phänomen gestoßen, dass bei einigen von der TrainingLab Pro genutzten Katen in den GPS Ansichten leere Kacheln angezeigt wurden. In dem Fall kann das Aktivieren einer neuen Option (erst ab TrainingLab Pro 7.40 implementiert) Abhilfe schaffen:

Einstellungen (Tweaks) TrainingLab Pro:

GRUNDSTELLUNGEN -> (Registerseite) PLUGINS -> MAP PROVIDER PLUGINS: Leaflet Maps Plugin: dort die neue Option Force IE 10 comp. mode aktivieren

Ob diese Option auf eurem virtuellem Windows System überhaupt nötig ist, vermag ich nicht zu sagen -> einfach Ausprobieren, sollten in den Kartenansichten leere Karten-Tiles zu sehen sein und das virtuelle Windows Zugriff aufs Internet haben, dann konnte ich bei meinen Testumgebungen den Kartenansichten mit diesem Tweak auf die Sprünge helfen. Möglicherweise macht diese neue Option auch bei nativen Windows-Systemen Sinn, wenn es mit den Kartenkacheln Probleme gibt (I don't know...).


TrainingLab Pro in der virtuellen Maschine


Auf aktuellen PC Systemen läuft die TrainingLab Pro dann auch sehr smooth in der virtuellen Maschine. Selbst in einem virtualisierten Windows 10 System, wobei der Host-PC, auf dem die virtuelle Maschine bzw. die  Virtualisierungssoftware läuft, dann aber schon etwas potenter sein sollte (anderenfalls müsste man sich doch mit einem etwas stockendem System arrangieren)

Auch würde ich in diesem Fall den VMWare Player vorziehen, da dieser gegenüber der VirtualBox Umgebung doch etwas performanter ist. Generell läuft Windows 10 aber auch auf bzw. in der VirtualBox Umgebung. 



Ein einfaches Windows XP System läuft aber - wie weiter oben bereits erwähnt - sehr gut und vorallem auch ressourcenschonend (und sollte obendrein günstig zu beziehen sein).

Geräteunterstützung

Da die virtuellen Maschinen mittlerweile in der Regel auch auf externe Hardware (USB-Geräte, MassStorage-Devices, etc.) zugreifen kann, da diese Geräte bei Bedarf durchgeschleift werden, sollte der Zugriff auf viele Geräte(speicher) somit kein Problem darstellen (in den Anfängen dieser VMs war das zum Teil noch etwas schwieriger).

Auf diesem Screenshot ist der dateibasierte Zugriff auf einen Enhanced Lezyne Micro C Bike Computer zu sehen -> das Gerät wurde als USB MassStorage Device durchgeschleift und kann daher innerhalb der virtuellen Maschine genutzt werden.

Selbst relativ antiquierte Hardware, die auf ein proprietäres Übertragungsprotokoll drahtlos via ANT+ Dongle aufsetzt, wie dieser Garmin Forerunner 50 (übrigens mehr oder weniger baugleich mit der MIXPro) kann sowohl unter der VirtualBox als auch VMWare Windows XP Umgebung problemos ausgelesen werden (wenn man von dem etwas kruden FirstTime Pairing dieser Geräte absieht -> bitte ggfs. Manual dieser Geräte kontaktieren). Allerdings muss der spezifische ANT USB Stick Treiber manuell installiert werden, sonst kann auf den ANT Dongle, der ersten Generation,  nicht zugegriffen werden (siehe auch meine entsprechenden Ausführungen in der TrainingLab Pro Autoren FAQ).



Und auch dieses - mittlerweile aber etwas in die Jahre gekommene - Wunderwerk der Laufkappen Technik, kann über die TrainingLab Pro in einer virtuellen Maschine ausgelesen werden. Allerdings muss der entsprechende Treiber auch in diesem Fall installiert werden (sollte über die automatische Windows Treibersuche gefunden und installiert werden können).


Fairerweise will ich anmerken, dass ich das alles nur unter einem Windows Host System getestet habe (also die Virtualisierungssoftware lief ihrerseits auf einem Windows 10 System).
Ich kann daher nicht garantieren, dass eine virtuelle Maschinen in einem Linux oder Mac OS Umfeld  problemlos auf die Geräte zugreifen kann.

So, ich hoffe mit diesen Ausführungen dem ein oder andere User etwas geholfen zu haben. Das Aufsetzen einer virtuellen Maschine ist heutzutage keine Raketentechnik mehr und etwas Spieltrieb vorausgesetzt, kann diese Sache sogar recht spaßig sein :-)

Weiterführende Links:


Danke fürs Lesen.

To be continued.

Montag, 18. Juni 2018

Gadgets, die das Leben leichter machen... (Part 2)

An dieser Stelle möchte ich wieder ein paar Gadgets vorstellen, die mir gute Dienste leisten.

[Achtung Werbung]: zwecks leichteren Zugriffs sind die entsprechenden Produkte direkt mit den dazugehörenden Amazon-Angebotsseiten verlinkt. Wenn man die hier aufgeführten Produkte über diesen Blog bestellt, erhalte ich im Rahmen des Amazon-Affiliate-Programms eine kleine Provision!
Mit den Herstellern der hier vorgestellten Produkten stehe ich nicht in Verbindung und die Produkte wurden von mir auch selbst erworben (falls das etwas zur Sache tut).

Jene Gadget-Typen stelle ich vor:
  • 'Sportliche' Gadgets
  • Technische-Gadgets 

Meine Sport-Gadgets:

  1. Elastic Lace System: ein elastischer Schnürsenkel mit Schnellverschluss

    Diese Schnürsenkel mit Schnellverschluß gibt es mittlerweile wie Sand am Meer (von diversen Herstellern). Ich bin bei diesen gelandet und verwende sie an meinen Laufschuhen.

    Sich selbstständig öffnende Schnürsenkel gehören damit der Vergangenheit an, was im Training der AV-Pace zugute kommt :)

    Gibt's wohl auch noch günstiger im Fünfer-Pack. Ob es dabei qualitative Unterschiede gibt, vermag ich aber nicht zu sagen. Diese hier sind qualitativ soweit ok (man sollte aber an den vorderen Kappen, die ein Aufdröseln der Enden verhindern sollen, nicht allzu fest ziehen, wenn man den Rezensionen auf Amazon Glauben schenkt).

  2. G4Free 40L Wasserdichter Ultraleicht Faltbarer Trekkingrucksack

    Es muss nicht immer Deuter und Co sein.

    Das ist mein Notfall oder sagen wir bessser BackUp Rucksack. Bei echten Wanderungen ziehe ich aber doch einen meiner Deuter Rucksäcke vor.

    Dieser hier liegt (meistens im Auto) griffbereit, wenn mal eine spontane Wanderung oder auch Einkauf ansteht.
    Qualitativ ganz in Ordnung, aber wie gesagt, es ist eine Notfall-Lösung, die selbstredend keinen echten Marken-Rucksack ersetzen kann. Eine echte Wandertour im Hochgebirge würde ich damit nicht unternehmen, zumal das Tragesystem aufgrund der Faltbarkeit natürlich recht rudimentär ist.

  3. Sea to Summit Ultra-Sil Day Pack

    Wenn's (zusammengepackt) noch eine Nummer kleiner sein soll. Diesen faltbaren BackUp-Rucksack verwende ich schon sehr viele Jahre. Gekauft habe ich ihn damals bei Globetrotter, als die Dinger noch sündhaft teuer waren.
    Funktioniert immer noch und hat mir sehr oft - vor allem im Urlaub - gute Dienste geleistet. Das Zusammenfalten ist zwar etwas tricky, aber durchaus machbar.

    Ähnliche klein zusammenfaltbare Rucksäcke gibt es übrigens auch bei Decathlon für kleines Geld. Dieser hier ist aber aus einem sehr strapazierfähigen Nylongewebe, zumindest bei mir dürften sich die Mehrkosten daher amortisiert haben.

    Preise vergleichen lohnt sich aber, die Preisspanne dieses Modells scheint zwischen 20 - 30 € zu liegen.

  4. Cocopa Fahrradlicht Fahrradrücklicht Fahrradbeleuchtung LED USB Wiederaufladbare 6 Lichtmodi

    Eines meiner Immer-Dabei Rücklichter. Hat leider keine StVZO Zulassung, aber bisher habe ich dbzgl. nie Ärger bekommen.

    Man sollte halt nicht den stärksten Helligkeitsgrad wählen (dann ist die Blendgefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer wohl zu hoch), aber in der niedrigsten Stufe ist es als Positionslicht durchaus zu gebrauchen.

    Am Alltagsrad nutze ich ein batteriebetriebenes Busch & Müller IX-RED Sensor, aber das Amicool hat den Vorteil, dass man es per USB Ladegerät aufladen kann und es aufgrund der Bauform und der Gummihalterung wirklich sehr universell verwendbar ist.

  5. Poweradd Sattelbezug, Komfortabel und Weich

    Ab und an kommt es bei uns Rennradlern ja mal vor, dass der Hintern nach längeren Runden (z.B. Ötztaler Radmarathon) etwas schmerzt.

    Wenn's mal wieder soweit ist, dann nutze ich zeitweise diesen Sattelüberzug am Alltagsrad (bis sich der Hintern wieder etwas erholt hat).

    Natürlich kann dieser Bezug einen schlechten Sattel nicht kompensieren, aber sofern man auf das Alltagsrad an diesen Tagen nicht verzichten kann, verschafft das Ding doch etwas Linderung.

    Tipp: noch günstiger gibt es diesen Bezug auch bei Decathlon (um ehrlich zu sein, ich nutze die Decathlon Variante :-) ).

Technische Gadgets:

  1. VicTsing drahtlose Maus Pro 2.4G Kabellose Maus mit Nano-Receiver,

    Dies ist meine Maus für Unterwegs. Ich nutze sie primär am (Arbeits)-Notebook, also ich verwende sie nur als Arbeitsmaus und noch als hochpräzise Gaming-Maus (falls das einen Unterschied machen sollte).

    Kurze Rede, langer Sinn: sie tut genau das, was man von einer drahtlosen Maus erwartet und der Klickmechanismus der Mausknöpfe ist zudem recht leise.

    Für den Preis, der je nach Hersteller/Anbieter zwischen 6.99 und 8.99 variieren kann, absolut empfehlenswert. Gibt es wie gesagt von diversen Anbietern, ich nehme mal an, dass diese Mäuse alle aus derselben Fabrik in China kommen. Ggfs. einen anderen Anbieter wählen, falls dieses Modell gerade vergriffen sein sollte. Viel falsch machen kann man m.E. nicht.

  2. Digital Messschieber, Minkle Professionale Kohlefaser Schieblehre mit LCD Anzeige,

    Ersetzt definitiv keinen hochwertigen Messschieber; einer davon liegt aber ständig griffbereit auf meinem Schreibtisch und ein zweiter in der Küche, wenn es mal schnell gehen muss.

    Für Maschinenbauer ist das nix, aber zum Messen des Sattelstützendurchmessers, etc. taugt das Dingens alle Mal.

    Die groben (Falsch)Messungen Pi mal Daumen mit dem Zollstock/Lineal gehören damit der Vergangenheit an.

    Am besten vorher ein paar Testmessungen machen, sollten die Abweichungen wider Erwarten doch zu groß sein, dann ggfs. vom Rücktrittsrechts Gebrauch machen. Aber wie gesagt, meine beiden Schieblehren messen sehr konstant.

    Diese Messschieber gibt es auch noch in größer (Messbereich 150 mm anstatt 100 mm) -> diese größeren Varianten scheinen mir ungenauer zu sein. Ich habe die kleine 100 mm Variante.

  3. TaoTronics TT-SH014 Fisheye Objektiv Clip-On Kamera Adapter für Smartphones (180 Grad Fisheye Objektiv, 10x Macro Objektiv, 0,4x Weitwinkelobjektive)

    Um ehrlich zu sein, ich habe mir dieses Set nur wegen des Macro Objektivs gekauft, weil mein Mittelklasse Smartphone irgendwann die Segel einholt, wenn man zu nahe an das Objekt heran muss.

    Das Macro Objektiv füllt genau diese Lücke. Da ich des öfteren im technischen Bereich Fotos machen muss (z.B. Dokumentation schlechter Lötstellen, etc.) findet dieses Linsen-Set bei mit öfters Anwendung.

    Für dieses Anwendungsgebiet für mich völlig ausreichend.

So, das mal zum Zweiten.

Vielleicht kann der ein oder andere mit diesen Gadgets ja etwas anfangen. Würde mich freuen.

Wie gesagt, diese Produkte begleiten mich teilweise schon sehr lange und auch wenn ich sie als Gadgets deklariert habe - eine Bezeichnung, die ihnen nur bedingt gerecht wird -, würde ich sie als sinnvolle Tools umschreiben.

Eben Tools, die man nicht unbedingt braucht, die aber das (Alltags)-Leben doch etwas leichter gestalten können. Bei Interesse werde ich diesen Beitrag eventuell ergänzen bzw. eine Serie daraus machen :)

Falls es noch mehr Gadgets sein dürfen?: im ersten Teil habe ich einige mehr alltagsbewährte Gadgets vorgestellt.

Danke fürs Lesen.

To be continued...

Mittwoch, 13. Juni 2018

Akkuwechsel bei einem Sony Xperia Z3 Tablet Compact

Dies ist eine kurze Anleitung, die die nötigen Arbeitsschritte, die bei einem Akkuwechsel des Xperia Z3 Tablet Compact anfallen, illustrieren soll.

Vorweg: im Netz finden sich einige Anleitungen, die sich aber allesamt auf die Smartphone Variante des Xperia Z3 Compacts beziehen. Auch repariert der Smartphone Service im hiesigen Mediamarkt nur das Xperia Z3 Compact Smartphone, nicht aber die Tablet Variante. Aufgrund der blöden Namensgleichheit (was hat sich Sony dabei nur gedacht?) ist es dann auch nicht so einfach, präzise Auskünfte oder Informationen einzuholen.

Weiter unten habe ich daher noch einige Links von Firmen aufgeführt, die zumindest einen Akkuwechselservice beim Xperia Z3 Tablet Compact zum Festpreis anbieten.

Der Sony-Support selbst konnte mir leider keinen Festpreis nennen, sondern nur eine optionale Reparatur mit Kostenvoranschlag anbieten, was mir aufgrund des Alters des Tablets aber zu vage war. Möglicherweise fällt diese Reparatur, was die Kosten betrifft, ja moderat aus, aber nix genaues weiß ich nicht.

Daher habe ich mich selbst ans Werk gemacht, was dank einiger YouTube Videos auch für mich Hobby-Elektrotechniker zu meistern war.

Hinweis: ich übernehme natürlich keinerlei Gewähr und wer sich seiner Sache nicht sicher ist, der sollte besser die unten genannten Service-Adressen nutzen.

Auch sollte man sich im Klaren sein, dass die Wasserdichtigkeit des Xperia Z3 Tablets durch diese Aktion sehr wahrscheinlich nicht mehr gegeben sein wird (ich war mit meinem Tablet allerdings auch nie Tauchen, sodass ich mit diesem Funktionsverlust leben kann :) )


Nachtrag 18.06.2018: Weiter unten habe ich ein paar Ergänzungen bzgl. der Neuverklebung des Displays eingepflegt.

Los geht's:


1.) Display entfernen:


Zuerst muss das Display entfernt werden, was m.E. auch der komplizierteste Part bei diesem Vorhaben ist. Beim Xperia Z3 Tablet Compact kommt man nämlich nur über das Display an das Innenleben ran. 
Da das Display verklebt ist, muss man dabei etwas in die Trickkiste greifen und mit heißer Luft arbeiten. Auch ist etwas Gefühl vonnöten und geeignetes Werkzeug.



Glücklicherweise habe ich im Netz dann doch ein YouTube Video gefunden, auf das ich hier verlinken will:


Diesem Video kann man sehr gut entnehmen, wie man dabei vorgehen muss und welche Kabel auf welche Art entfernt werden müssen, um an den Akku zu gelangen. 
Again, es ist dabei etwas Fingerspitzengefühl vonnöten, man sollte nicht mit Kraft vorgehen, sondern den durch die Hitze aufgeweichten Kleber vorsichtig mit einem geeigneten Tool abschaben. Man wird mehrmals den Föhn ansetzen müssen, da die Klebeschicht mit Erkalten wieder hohe Klebekräfte entwickelt.

Das Flachbandkabel des Displays wird einfach nach oben weggezogen, nachdem vorher das schwarze Fixierblech (Kunststoff-'Blech') entfernt wurde (siehe Video).


2.) Kabel entfernen 


Gleiches trifft auf die beiden Anschlußkabel des Akkus zu, die nur gesteckt sind und mit einem geeigneten Tool herausgehebelt werden können. Auch das ist im Video zu sehen. Ein dünner, aber harter Plastikschraubenzieher (oder sowas in der Art, aus Kunststoff, um einen Kurzschluss zu vermeiden), bietet sich hierfür an.



Etwas komplizierter - wenn man die Technik dahinter nicht kennt - ist das Entfernen des zweiten Flachbandkabels, das die Taster (Power- und die beiden Lautstärke-Tasten) mit dem Motherboard verbindet. Hierfür muss man wissen, dass es sich dabei um eine sogenannte ZIF-Verbindung handelt, die eine besondere Mechanik aufweist. 
Siehe sehr gute Ausführungen hier: Erkennen und Trennen von Kabelverbindern

Auf unser Xperia Z3 bezogen heißt das, dass man die helle weißfarbene Seite mit einem kleinen Schraubzieher umklappen muss -> in keinem Fall versuchen, das schwarze Stück abzuziehen (es sieht für einen Laien nämlich so aus, als sei das schwarze Stück nach vorne abziehbar, wenn man die Klemmung löst), das würde diese Kupplung sofort beschädigen. Und natürlich auch nicht das Flachbandkabel mit Gewalt herausziehen!

Diese Bildsequenz sollte das Vorgehen verdeutlichen. Nachdem der helle Verschlußbügel umgeklappt wurde, kann man das Flachbandkabel problemlos herausziehen.


3.) Akku entfernen und durch neuen Akku ersetzen


Nun hätte man eigentlich freien Zugriff auf den Akku. Leider ist dieser mit doppelseitigem Klebeband verklebt, sodass man wieder zu einem Föhn greifen sollte, um die Klebekraft zu bändigen. Auch hier war wieder etwas Fingerspitzengefühl gefragt, da das doppelseitige Klebeband wirklich eine hohe Klebekraft aufwies.


Nun kann man den neuen Akku anbringen. Etwas dünnes Doppelklebeband auf der Platine anbringen, damit der Akku zusätzlich fixiert wird (Sony wird sich ja sicherlich etwas dabei gedacht haben, den Akku zusätzlich zu fixieren).

Am rechten Rand (also die Tablet-Kopfseite, wo die Taster platziert sind) müssen die Haltenasen des Akkus oben und unten korrekt in das Gehäuse geklemmt werden -> anderenfalls steht der Akku etwas über.


4.) Zusammenbau der inneren Komponenten

Der Zusammenbau erfolgt dann analog zur Demontage, also:

  • die beiden Anschlußkabel des Akkus wieder in die vorhandenen Steckvorrichtungen stecken (auf die korrekte Polung achten, wobei diese durch die Kabelführung ja schon mehr oder weniger vorbestimmt ist).

  • Flachbandkabel der Taster wieder in den ZIF Verbinder einstecken und verriegeln.

  • Flachbandkabel des Displays anstecken, und das schwarze Fixierblech (Kunststoff-'Blech') wieder anbringen. Display testweise auf das Tablet aufsetzen, mittels Gummibändern fixieren und einen ersten Testlauf fahren.

Hinweis: Ohne diesen Test sollte man mit dem nächsten Schritt (Neuverkleben des Displays) nicht fortfahren -> erstmal schauen, ob das Display etwas anzeigt und vorallem auch die Touchfunktion funktioniert! Anderenfalls wird man sich wohl sehr ärgern, wenn man wieder bei 1.) anfangen muss!



5.) Neuverkleben des Displays

Da bin ich jetzt auch auf ein YouTube Video gestoßen, in dem das Vorgehen beschrieben wird. Besser kann man es wohl nicht visuell in Szene setzen. An dieser Stelle daher mal einen Dank an TutopolisTV.


Wenn alles gut verlaufen ist, die OP also ohne Verluste vonstatten gegangen ist, dann sollte das Tablet wieder genug Power haben, um einen Tag über die Runde zu bringen :)


Nachtrag 18.06.2018: Zum Neuverkleben wird in diesem Video ein spezielles doppelseitiges Klebeband verwendet. Ich hatte unten ein relativ Preiswertes verlinkt. Dies kann ich leider nicht mehr empfehlen, da trotz sauberer Klebeflächen diese Klebung zweimal nicht von Dauer war, sodass sich das Display innerhalb eines Tages wieder abgelöst hatte.
Ich verwende stattdessen jetzt einen speziellen Flüssigkleber, der die Eigenschaft haben soll, sich unter Wärmeeinwirkung auch wieder entfernen zu lassen (falls dann in vier-fünf Jahren wieder ein Akkuwechsel nötig werden sollte :) )

Weiterführende Links und Adressen:


Reparaturen (Akkuaustausch):
  • Sony Repair Service
    (Zitat Sony Repair Webseite: 'Wenn Sie die Kosten für die Reparatur nicht zahlen möchten, senden wir das Xperia Gerät an Sie zurück. Dabei fallen Kosten in Höhe von 0 an. In den Kosten sind die Untersuchungs-, Versand- und Bearbeitungsgebühren enthalten.')
    Wenn das wirklich so abläuft, dann wäre das von Sony sehr fair -> ich kenne das von anderen Firmen, bei den der Kostenvoranschlag bei Nichtreparatur in jedem Fall in Rechnung gestellt wird!)
  • W-SUPPORT.COM GMBH
    (Diese Firma bietet einen Xperia Z3 Tablet Compact Akkuwechselservice zum Festpreis von 57,12 € an, was ich in Anbetracht des Arbeitsauswands als äußert fairen Preis erachte -> mir liegen aber keine Erfahrungswerte zu dieser Firma vor)

YouTube Videos:

Wer es selbst einmal ausprobieren möchte:
(Transparenzhinweis: falls über diesen Link bestellt wird, erhalte ich von Amazon eine kleine Provision).


Werkzeuge, Material:

  • MMOBIEL B-7000 15 ML Mehrzweck Flüssig Kleber Industrie

    Nachdem meine Versuche mit dem unten verlinkten doppelseitigem Klebeband nicht von Dauer waren, nutze ich nun diesen speziellen Displaykleber.










  • Doppelseitiges Klebeband (zum Neuverkleben des Displays nötig)

    Leider hat sich Klebeband bei mir nach einigen Stunden wieder abgelöst, was zur Folge hatte, dass das Display nicht mehr fest auf dem Tablet-Rahmen aufsaß.

    Möglicherweise gibt es bei diesen doppelseitigtem Klebebändern qualitative Unterschiede oder ich habe bei der Anwendung etwas falsch gemacht.
    Ich verwende jetzt wie gesagt den oben verlinkten Kleber und das Display löst sich jetzt nicht mehr ab.



  • Den Li-Ion Ersatz-Akku habe ich über Ebay von carbonphone-firstcom zum Preis von 29.95€ erworben:
    100% Original Sony Xperia Tablet Z3 Akku LIS1569ERPC 1286-0138 4500 mAh
    (wirklich superschneller Versand und der Akku scheint mir auch ein Sony-Originalteil zu sein, kann also nur Gutes berichten -> Akku befindet sich gerade im echten Testbetrieb, die ersten Laufzeiten waren mit dem Neuzustand vergleichbar).

  • Smartphone Werkzeug Set (hat mir schon des öfteren sehr gute Dienste geleistet)



Danke fürs Lesen.

To be continued...

Sonntag, 14. Januar 2018

Essentielle Windows Tools (Part 1: 'Pflichtausstattung' eines jeden Windows PCs)

Da ich zwischen den Jahren einen neuen Windows Rechner aufgesetzt habe und jetzt nach und nach bestimmte Programme und Tools vermisse, ist das eine gute Gelegenheit einmal auf die tolle Arbeit der 'Kollegen' zu verweisen (und mich auf diese Weise bei ihnen für ihre gute Arbeit zu bedanken).

Hinweise:

  • Diese Liste meiner essentiellen Windows Tools ist natürlich subjektiv geprägt (Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und das betrifft selbstredend auch die Nutzung solcher PC Programme -> daher bitte keinen Glaubenskrieg daraus ableiten).
  • Die hier vorgestellten Programme sind zum Teil kostenpflichtig, der Großteil besteht aber aus Freeware bzw. Donation Software.
  • Die eingebetteten Links verweisen auf die offiziellen Hersteller/Projekt Seiten und auf unkritische Infoseiten wie Wikipedia und Co (und nicht auf irgendwelche Trittbrett Abofallen-Seiten, die es leider immer noch zuhauf gibt* :-( und die man besser nicht ansurfen sollte).


Hier einige meiner Must-Have Windows Tools:


1.) Total-Commander (Dateimanager)


Ohne den Total-Commander geht bei mir wirklich gar nichts. Mit dem Windows eigenen (File)-Explorer konnte ich mich nie anfreunden (vermutlich aufgrund der Tatsache, dass ich die DOS-Zeit noch miterlebt habe und da war der Norton Commander nun mal das Mittel der Wahl).

Christian Ghislers Interpretation des perfekten Dateimanagers ist dann auch das Tool, welches ich bei jeder Neuinstallation eines Windows-Systems sofort (als erstes) nachrüste.
Ohne diesen Dateimanager werde ich beim Arbeiten mit Dateien merklich ausgebremst.
Oder anders gesagt, wer Dateien lieber per Tastatur kopiert, anstatt diese mit der Maus zu markieren und dann zu kopieren/verschieben, der wird an diese(n) - an den Norton Commander angelehnten - Dateimanager m.E. nicht umhinkommen (natürlich kann der Total Commander aber auch mit der Maus genutzt werden).

Ich habe den Total-Commander schon zu Urzeiten, als er noch auf den Namen Windows-Commander lautete, lizenziert und in Anbetracht der Tatsache, dass meine Lizenz immer noch gültig ist und der Total Commander wirklich viele Evolutionssprünge erfahren hat, war das wohl eine der besten Investitionen, die ich im Computerbereich je getätigt habe. Das ist übrigens auch der Grund ist, weshalb ich dieses überaus faire Lizenzmodell bei meinen eigenen Programmen übernommen habe.

Sicherlich gibt es auch noch andere gute Dateimanager, die auch jene Zweifensteransicht bieten, aber ich bin halt beim Total-Commander hängengeblieben (den es übrigens auch noch in einer speziellen Version für Android gibt) :)

2.) FastStone Image Viewer (Bildbetrachter)












Auch hier gilt, mit den Windows eigenen Boardmitteln werde ich einfach nicht warm. Früher war das Bildbetrachtungsprogramm ACDSee der Viewer meiner Wahl, bis sich unsere Wege dann irgendwann getrennt haben.
Glücklicherweise habe ich mit dem FastStone Image Viewer einen sehr guten Ersatz gefunden.

Das Programm ist - wie der Name schon vermuten läßt - primär ein Bildbetrachter, der aber mittlerweile auch mit vielen Editier- und Zusatzfunktionen aufzutrumpfen weiß, ohne das Programm bzw. die Benutzerführung dabei zu sehr zu überblähen.

3.) IrfanView (Bildbetrachter)
















Es mutet vielleicht etwas seltsam an, dass ich gleich zwei Bildbetrachtungsprogramme installiere, aber die beiden Programme ergänzen sich sehr gut. Und da sie auf der Festplatte recht wenig Platz beanspruchen (!), spricht nix dagegen, beide parallel zu nutzen.

Auch IrfanView ist eigentlich schon lange kein Viewer mehr im herkömmlichen Sinne, sondern das Programm beinhaltet viele Editier- und Konvertierungsfunktionen, die das Leben mit Bilddateien merklich leichter machen. Wahrscheinlich kann man dem FastStone ImageViewer jene Sachen machen, die ich mit IrfanView erledige - und vice versa.

IrfanView ist bei mir die erste Wahl, wenn ich Bilder nachträglich nur ein klein wenig modifizieren oder konvertieren will (für leichte Modifkationen, bei denen ein echtes Bildbearbeitungsprogramm etwas überdosiert wäre) wohingegen der FastStone ImageViewer primär als Thumbnail fähiger Bildbetrachter Einsatz findet (wenngleich ich ihn auch nutze, um kleinere Animationen aus Bildersequenzen zu generieren).

Ein Beispiel: ein Bild laden, CTRL-R drücken und schon kann die Größe des Bildes sehr einfach verändert werden.
Da spielt sicherlich auch etwas die Macht der Gewohnheit mit rein...

4.) Thunderbird (Mail Client)
 












Zwar ist der in Windows integrierte Mail-Client (seit Windows 8) mittlerweile auch recht brauchbar, aber als echten Mail-Client ziehe ich dann doch den Thunderbird vor. 

Viel mehr zu sagen gibt es eigentlich nicht: so ein Mail Client muss einfach funktionieren, sollte dabei einigermaßen stabil und in den Grundfunktionen einfach zu bedienen sein. 
Kriterien, der der Thunderbird mittlerweile erfüllen dürfte :-)

5.) ChromeFirefox und Opera (Internet Browser)
Zwei bzw. drei Internet Browser? Eigentlich verwende ich sogar drei bzw. vier dieser Browser (MS Internet Explorer und Edge).
Sofern man Webseiten entwickelt oder Programme, die noch auf die Browser Engine des alten Internet Explorers aufsetzen, kommt man nicht umhin, diese Browser zu installieren bzw. weiterhin installiert zu lassen (und auch ab und an zu nutzen).

  • Chrome war zuletzt mein Browser der Wahl
  • Firefox hat mit dem Quantum Release nun wieder mächtig Boden gut gemacht, nachdem Firefox zwischenzeitlich ja etwas in die Jahre gekommen war und den Anschluss verloren hatte (gerade auch was die allgemeine Performance betraf).
  • Den Opera habe ich früher mitunter gerne genutzt, irgendwann haben sich unsere Wege aber getrennt. War damals in jedem Fall ein sehr guter Browser, der schon mit Tabs auffahren konnte, als die anderen in der Beziehung noch ziemlich unbefleckt waren :-)

Ich bin in der Frage der Browser nicht wirklich festgelegt, zumal sich die Browser mittlerweile immer mehr ähneln, um nicht zu sagen, durch die Bank voneinander abkupfern (selbst Microsofts Edge ist heutzutage gut nutzbar :-) )

6.) Office Suite (Winword, Excel und Co)
Job bedingt komme ich um die großen Microsoft Office Produkte nicht herum, weshalb ich hier keine Empfehlung aussprechen kann. 

Auf Zweitrechnern nutze ich gerne mal eine OpenOffice Variante - wenn es kostenlos bleiben soll -, aber ehrlich gesagt habe ich diesbezüglich den Anschluss verloren: blickt bei den vielen Office Alternativen/Derivaten überhaupt noch jemand durch?

7.) PDF-XChange Viewer (PDF Viewer)
Ich will ganz ehrlich sein, der Adobe Reader landet meistens doch parallel auf meinen Rechnern, aber der PDF-XChange Viewer war bisher auch immer mein Tool der Wahl.

Allerdings blicke ich beim PDF-XChange Viewer auch nicht mehr so richtig durch, welche Variante für den privaten Heimgebrauch die jetzt am besten Geeignete ist (weniger ist manchmal mehr!).

Außerdem können die meisten Browser meines Wissens ja mittlerweile auch mit PDF-Anzeigefunktionen auftrumpfen. Im Falles des Falles kommt man im Jahr 2018 also auch ohne dedizierten PDF Reader aus.

8.) NotePad++ (Texteditor) 














Da ich sehr viel mit Textdateien arbeiten muss, darf ein guter Texteditor natürlich nicht fehlen. Ich bin beim NotePad++ hängengeblieben, der immer noch recht liebevoll gepflegt wird.
Ein sehr guter Texteditor, der mittels Plugins auch noch funktional erweitert werden kann!

Es gibt aber sehr viele gute Alternativen in diesem Segment (wie z.B. NoteTab, den ich früher auch recht gerne genutzt habe)!

9.) VCL Player (Video Player)













Wirklich mächtiger Open Source Video Player, der auch mit Streaming Funktionen und vielem mehr aufwarten kann. Gerade dann, wenn man diverse Video Formate nutzen muss (sporttaugliche Helm-Kameras haben zumindest in der Vergangenheit gerne mal etwas exotische Videoformate verwendet) ist der VCL-Player ein sehr guter Player, der viele Formate nativ unterstützt.

10. TrainingLab Pro (Sportauswertungsprogramm)














Darf bei mir auf keinem PC fehlen :-) OK, etwas Werbung in eigener Sache tut manchmal not.

Hintergrund ist der, dass ich als Entwickler und Kopf hinter der TLab diese natürlich auch auf unterschiedlichen PCs, die unter diversen Windows Versionen laufen, testen muss und daher das Programm immer automatisch mitinstalliere.

Seht es mir also bitte nach, dass ich die TrainingLab in meine Essentials-Liste aufgenommen habe :-)


Dies mal fürs Erste. Es gibt noch jede Menge anderer Tools, die ich verwende, die aber etwas spezifischer sind und die ich daher erst im zweiten Teil meiner Empfehlungsliste nachreichen werde.


PS: Die fehlenden Programme werden natürlich nach und nach auf oben erwähnten Rechner installiert (sofern noch nicht geschehen) :-)

Danke fürs Lesen.

To be continued...

* Ein Gruß nach Berlin: das (eben jene oben erwähnten Abofallen und der allgemeine Internetbetrug, etc.) wäre mal ein Thema, bei dem ich mir etwas mehr Engagement Seitens unserer Bundesregierung wünschte -> und nicht die künstliche Reglementierung irgendwelcher Beiträge auf Facebook, Twitter und Co, die zwar unschön sind, aber im allgemeinen doch recht harmlos -> die nicht ganz so harmlosen Beiträge konnte man sowieso immer schon sanktionieren, wenn man denn wollte -> sorry, aber das musste mal raus).


Donnerstag, 11. Januar 2018

Reparatur eines Garmin Forerunner 305 mit Sugru (Totgesagte leben länger)

Aus aktuellem Anlass will ich heute mal einen kleinen Reparaturtipp in meinem Blog zum Besten geben.

18.01.2018: Mittlerweile gab es einige Anfragen per E-Mail, siehe daher auch die Ergänzungen unter Nachtrag am Ende des Beitrags.

Mehr aus nostalgischen denn aus praktischen Gründen habe ich meinem alten  Forerunner 305 wieder etwas auf die Sprünge geholfen (wirklich genutzt wird dieser Laufcomputer von uns eigentlich nicht mehr, aber der verbaute Akku schlägt sich noch recht wacker. Und wenn ein Laufkollege bei uns ein paar Tage vor Ort verweilt und sein Lauf-Equipement vergessen hat, dann schlägt manchmal die Stunde der etwas betagteren Altgeräte :) )

Um das Ganze nicht künstlich in die Länge zu ziehen: bei meinem alten FR305 haben sich die gummierten Bedienungsknöpfe verabschiedet (die Gummierung ist spröde geworden und hat sich langsam in ihre Bestandteile aufgelöst).

All meine Versuche die Gummierung mittels speziellen Klebern zu flicken (beispielsweise mit Freesole, ein wirklich sehr, sehr guter Gummi-Kleber, wenn es darum geht, Schuhsohlen zu reparieren), sind daran gescheitert, dass diese Kleber nach der Aushärtung einfach zu unflexibel waren und sich die Knöpfe nicht mehr richtig bedienen ließen.

Mehr oder weniger durch Zufall bin ich dann auf Sugru gestoßen, ein relativ neuer Kleber, der sich auch - zumindest in der Theorie - für solche Reparaturen anzubieten schien.


Hier nun meine die Vorgehensweise bzw. das Ergebnis:


Leider habe ich vergessen Vorher/Nachher Fotos zu machen und auch der Reparaturverlauf wurde von mir nicht auf Foto festgehalten, sodass ich nur mit dem Endergebnis aufwarten kann.





Schritt 1:

Also primär zum Testen habe ich mich ans Werk gemacht und ein kleines Päckchen Sugru geöffnet.

Auch wenn das Päckchen womöglich auf einen anderen Inhalt schließen lässt, so beherbergt es wirklich nur ein kleines Stückchen Silikongummi, der relativ weich ist und mit den Fingern geformt werden kann.

Nach dem Auspacken hält man also ein kleines flaches Stückchen formbaren Gummi in der Hand, den man nach Belieben auseinanderreißen und formen kann.

Laut Anleitung soll sich dieser ca. 30 Minuten lang formen und bearbeiten lassen, bevor er dann auszuhärten beginnt.

Schritt 2: 

Ich habe leider keine Fotos von der eigentlichen Reparatur gemacht - womöglich, weil ich anfangs selbst zu skeptisch war und nicht mit einem guten Ergebnis gerechnet hatte.

Im Netz finden sich aber genügend Beispiele und viele Beispielvideos.

Letztlich hat mich auch dieser Forumsbeitrag aus dem Naviboard dazu verleitet, bei meinem FR305 selbst Hand anzulegen.

Bei meinem Fallbeispiel war es wichtig, wirklich recht kleine Stückchen anzubringen, da der Kleber nur als eine Art neue dünne Gummierung fungieren soll. Also genügend Masse, um die Knöpfe zu benetzen und etwas Puffer zu haben, aber nicht so viel, dass richtige Knubbel entstehen und die Knöpfe dann nicht mehr bedient werden können bzw. dann doch zum Prellen neigen (wie gesagt, das war mein erster Versuch mit diesem für mich neuartigen Kleber, ich hatte also keinerlei Erfahrungen vorzuweisen).

Da die Knöpfe bzw. die Drucktaster dahinter vertieft sitzen, müssen die Löcher ggfs. mit Füllmaterial (Hartgummi, Radiergummi, etc.) aufgefüllt werden. Eine sehr schöne Anleitung dazu gibt es hier.
Bevor die Sugru Masse nun appliziert wird, sollte man sich vergewissern, dass die Drucktaster auch gut funktionieren und nicht Prellen -> wenn die Füllmasse zu weich ist oder nicht sauber ausgestanzt wurde, kann das zu einem unschönen Prellen der Tasten führen (entweder weil das Füllmaterial zu weich ist und der Drucktaster daher nicht richtig reagiert oder weil der Keil verkanntet).

Ich habe aus der Sugru Masse kleine Stücke geformt, diese auf der Seitenwand des Gehäuses angebracht und mit dem Finger in Form gebracht und dabei versucht, einen relativ weichen Übergang zu den Kanten herzustellen.

Anschließend - und das ist ganz wichtig! - einen Finger in etwas mit Spülmittel angereicherten Wasser geben und damit die Oberfläche der Sugru Masse glattstreichen (ähnlich dem Verfugen im Bad).

Endergebnis:

So sieht das dann aus, nachdem der Sugru Kleber nach 24h komplett ausgehärtet ist, dabei aber eine elastische Form beibehalten hat, sodass die Tasten einwandfrei betätigt werden können.

Kein Prellen oder dergleichen, dieser Silikonüberzug verhält sich von der Haptik fast wie die Original-Gummierung:

Von dem Ergebnis bin ich wirklich begeistert!
Diverse Seitenansichten:


Fazit:


Ich kann diesen formbaren Kleber wirklich nur empfehlen. War ich anfangs doch etwas skeptisch, was die Klebewirkung und die erhoffte Elastizität betrifft, so überzeugt mich das Ergebnis auf ganzer Linie.

Ich denke, es gibt für diesen Kleber wirklich sehr viele Anwendungsszenarien, wo andere Kleber oder Reparaturmaßnahmen von vornherein passen müssen. Im Netz findet man wirklich viele Anwendungsbeispiele.

Über den Preis möchte ich mich an dieser Stelle nicht auslassen. Wirklich günstig ist der Kleber nicht, aber die Qualität, die hat mich überzeugt und da darf es dann auch gerne ein paar Euros mehr kosten (wobei andere Industriekleber ja auch ihren Preis haben).

Und wenn man diverse Gadgets - oder was auch immer? - die eigentlich noch gut funktionieren und nur eine kleine Macke aufweisen, auf doch recht einfache Art und Weise wieder gangbar machen kann, dann ist das sicherlich nicht verkehrt (weggeworfen wird in unserer heutigen Welt eh schon genug, gerade was diese technischen Spielzeuge betrifft, die sehr schnell mal veraltet sind, aber eigentlich dann doch nicht -> get the message!).

Nachtrag vom 18.01.2018:

Da es gestern einige Anfragen gab, hier noch folgende Ergänzungen.

  • Langzeiterfahrungen liegen mir leider nicht vor. Mehr aus Spaß am Testen bin ich mit meinem aufbereiteten  FR305 nun zweimal Laufen gewesen und habe dabei selbstredend auch die Tasten gedrückt. Dabei hat sich die Sugro Klebeschicht nicht gelöst. Ich weiß aber natürlich nicht, ob diese Klebeverbindung wirklich Jahre halten wird.
    Falls nicht, spricht ja nix dagegen, diese Prozedur zu wiederholen. Laut der Anleitung ist Sugro auch nicht für alle Oberflächen geeignet, bitte ggfs. selbst beim Hersteller schlaumachen.
    Bei meinem FR305 hat es bisher gehalten, allerdings lagen keine Extrembelastungen oder -bedingungen wie große Hitze/Kälte, etc. vor.
  • Die alte Gummierung habe ich nicht entfernt, aber gesäubert und solange daran leicht gerieben, bis sich keine Brocken mehr gelöst haben. Wenn die Gummierung hingegen derart spröde ist, dass sich immer wieder (kleinere) Bröckchen lösen, sollte man diese eventuell komplett entfernen. Hier liegen mir aber keinerlei Erfahrungswerte vor, möglicherweise hält der Sugro nach dem Aushärten die restliche Struktur der Gummierung auch wieder zusammen oder aber, er wird sich schnell ablösen, weil der Unterbau abblättert? (I don't know)
  • Je nach Art - und vor allem Größe/Fläche - der Reparatur, wird man nicht die ganze Sugro Masse aufbrauchen können. Da der Sugro nach Kontakt mit der Luft sofort reagiert, wird der verbleibende Rest auch aushärten -> es bietet sich daher an, gleich mehrere Sachen in einem Arbeitsgang zu bearbeiten, damit man die Restmasse adäquat verwenden kann.
    Bei meinem ersten - hier beschriebenen Anwendungsfall - blieb nämlich einiges an Sugro Masse übrig, die dann leider im Müll gelandet ist. Also man sollte vielleicht mehrere potentielle Bearbeitungsgegenstände bündeln, damit man keinen zu großen Reste-Overhead erzeugt.

Eine Bitte in eigener Sache: ich habe zwar nichts gegen E-Mail Anfragen, bei einem Blog sind E-Mails aber m.E. kontraproduktiv, da das Blog eine - wenn auch etwas holprige - Kommentarfunktion bietet. Einige Anfragen dürften auch für andere Nutzer interessant sein und wenn das alles privat beantwortet werden soll, nun, das kostet mich sehr viel Zeit und die Allgemeinheit hat nichts davon.

Daher bitte - wenn möglich - die Kommentarfunktion nutzen!


Wer es selbst einmal ausprobieren möchte:
(Transparenzhinweis: falls über diesen Link bestellt wird, erhalte ich von Amazon eine kleine Provision).

















Danke fürs Lesen.

To be continued...

Montag, 8. Januar 2018

Bluetoothprobleme bei Sportcomputern (und was man dagegen tun kann)

Vorweg: dieser Beitrag erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und letztlich trage ich hier nur ein paar Maßnahmen zusammen, die mir bei meinem verwendeten Equipement, das ich weiter unten auch aufführen werde - ab und an geholfen haben, Bluetooth Probleme in den Griff zu bekommen.

Wirft man einen Blick in die spezifischen (Hersteller)-Foren wird man aber schnell feststellen, dass Bluetooth Probleme wirklich sehr häufig vorkommen und manchmal eine Lösung auf sich Warten lässt bzw. es keinen allgemein funktionierenden Workaround zu geben scheint. Die zu meinem Fitness-Tracker gehörende App dürfte mir in dieser Hinsicht auch schon sehr viele - aber noch unsichtbare :) - graue Haare beschert haben :-( :-).

Auch scheint es so, dass sich manche Smartphones (Marken) problematischer verhalten als andere und dass das verwendete OS bzw. dessen Versionsstand eine große Rolle zu spielen scheint (neue Versionen sind nicht immer besser).

Zu guter Letzt kommt es auch gar nicht so selten vor, dass die Probleme mit einem Update der verwendeten App Einzug gehalten haben, die die Entwickler in dieser Hinsicht wohl eher verbessern wollten. Daraus kann man folgern, dass das Thema und vor allem die Implementierung dieser Übertragungstechnik und der damit verbundenen Protokolle, doch recht komplex zu sein scheint.

Dem kann man auch entnehmen, dass die verwendeten Kombinationen hierbei eine große Rolle spielen dürften und die große Fragmentierung in diesem Bereich der Sache nicht unbedingt dienlich ist (das betrifft sicherlich nicht nur das Android OS, sondern die Fragmentierung zielt auch auf die vielen Geräte(typen) ab, die per Bluetooth miteinander gekoppelt werden können).

Probleme und Phänomene:

Ich will hier gar nicht zu sehr ins Detail gehen. Die Probleme können sich darin äußern,
  • dass Bluetooth Verbindungen zwischen dem Smartphone und dem Sportcomputer gar nicht erst zustande kommen, weil das Pairing einfach nicht funktionieren will,
  • die Geräte nicht gefunden werden (und deswegen nicht miteinander gekoppelt werden können)
  • oder in instabilen Verbindungen, die immer wieder abbrechen. 

Gegen letzteres (häufig abbrechende Verbindungen) kann man meiner Erfahrung nach leider recht wenig ausrichten (es sei denn, die spezifischen Stromsparfunktionen des Smartphones wirken sich negativ aus, dann kann man auch an dieser Stelle etwas Tweaken).
Bei den vorhergehenden zwei Punkten kann man aber mit etwas Glück doch noch etwas erreichen.

Hier also die Schritte, die man ausprobieren kann:

(Hinweis in eigener Sache: ich übernehme keinerlei Garantie für die Wirkungsweise dieser Tipps noch kann ich für etwaige daraus resultierenden Probleme belangt werden. Die hier aufgeführten Hinweise habe ich aber selbst schon das ein oder andere Mal mit Erfolg angewandt.)

Verwendete Hardware (um diese Probleme zu illustrieren):

  • Huawei P9 Lite (soll in dieser Beziehung nicht ganz pflegeleicht sein)
  • diverse andere Smartphones aus dem Bekanntenkreis
  • diverse Bluetoothfähige Sportcomputer diverser Hersteller
  • Android Systeme 5.0 - 7.1 (sorry, mit iOS spezifischen Tipps kann ich leider nicht dienen)

Maßnahmen (Workarounds):
Wir fangen mit den leichteren - schnelleren - Maßnahmen an und hangeln uns dann ggfs. zu den komplizierteren Eingriffen weiter -> es macht ja keinen Sinn, gleich die schweren Geschütze aufzufahren.

Kopplungsprobleme

Einfache Maßnahmen:
  1. Bluetooth in den Smartphone-Einstellungen kurz deaktivieren (ca. 10 Sek) und dann wieder aktivieren.
  2. Wenn das nicht hilft, den sogenannten Flugmodus des Smartphones aktivieren, etwas Warten und dann den Flugmodus wieder Deaktivieren. Das bewirkt m.W. eine Neuinitialisierung des Bluetooth-Stacks und wenn man Glück hat, hat sich der Bluetooth Stack dann wieder erholt.
    (Achtung: normalerweise sollte nach dem Deaktivieren der vorherige Smartphone-Status wieder automatisch hergestellt werden, unter Umständen muss man aber WLAN und Bluetooth wieder händisch aktivieren!)
  3. Smartphone neu booten. Sollte man sich vielleicht angewöhnen, gerade beim Android System kann ein regelmäßiger Neustart alle paar Tage nicht schaden. Etwaiger Müll im (Arbeits)Speicher wird dann nämlich entfernt. Es gibt Experten, die diesen Tipp in das Reich der Fabeln einordnen, aber bei unserem Problem kämpfen wir gegen einen bestimmten Zustand an, der, sowie es scheint, nicht definiert ist. Ein durch das Neustarten wieder definierter Zustand kann also Abhilfe schaffen (und ist zumindest einen Versuch wert).
Ab hier wird es jetzt etwas spezifischer und auch komplizierter:
  1. Wenn durch das Updaten einer bestimmten App ein neues Problem entstanden ist, dann kann es unter Umständen ein Versuch wert sein, in den App-Einstellungen den Cache der App zu löschen und zu schauen, ob das Problem danach noch besteht. Unter Umständen kann man auch versuchen, alle App-Daten zu löschen. Dann gehen aber wirklich alle App-Daten verloren, sodass man die spezifischen Einstellungen wieder erneut vornehmen muss.
    Bei der zu meinem Fitness-Tracker dazugehörenden App musste ich auf diesen Workaround ein paar Mal zurückgreifen. Irgendwann hat es dann wieder funktioniert.
  2. Sofern der betreffende Sport-Computer schon einmal mit dem Smartphone gekoppelt war, kann man versuchen, diese Kopplung zu löschen. Dazu die Bluetooth-Einstellungen des Smartphones aufrufen und die Kopplung des betreffenden Gerätes beenden ('Verbindung beenden').
    Falls der Sportcomputer eine entsprechende Option bietet, dann sollte man auch im Sportcomputer diese Kopplung löschen.


    Der Sportcomputer muss dann mit dem Smartphone natürlich neu gekoppelt (gepairt) werden.
  3. Wenn mit dem Smartphone bereits sehr viele Bluetooth Geräte gekoppelt waren, bleiben ja meistens irgendwann diverse Karteileichen (Bluetooth Geräte, die man nicht mehr nutzt) zurück. Defaultmäßig behält das Smartphone die internen Einstellungen jener gekoppelten Geräte bei. Sprich, intern führt es eine - mitunter größere - Liste, aller bereits gekoppelten Geräte. Je größer diese Liste ist, desto mehr spezifische Einstellungen muss das Smartphone beim Abarbeiten dieser Liste berücksichtigen. Es kann daher einen Versuch wert sein, diese Liste komplett zu löschen, sprich wirklich alle bereits registrierten Geräteverbindungen aus den Bluetooth-Einstellungen zu löschen, sodass diese Liste wieder komplett leer ist. Im nächsten Schritt das Smartphone neu starten und ggfs. die benötigten Kopplungen wieder neu vornehmen.

    Auch dieser Tipp ist unter Experten strittig, hat bei mir bzw. bei Geräten im Bekanntenkreis aber definitiv schon das ein oder andere Mal geholfen!
  4. Unter Vorbehalt: mitunter soll es z.B. laut eines CHIP Artikels helfen, die App Daten der Bluetooth-Freigabe System App zu löschen. Dazu muss man sich in die App-Einstellungen begeben, die Option Alle Apps anzeigen - bzw. auf manchen Smartphones auch Systemprozesse anzeigen - aktivieren und die Einstellungen der Bluetooth-Freigabe App aufrufen. Ich selbst habe das aber noch nie gemacht. Wahrscheinlich löscht dies auch nur die Liste der gekoppelten Bluetooth Geräte (wie unter 3. beschrieben), allerdings in einem Rutsch, sodass das lästige einzelne Löschen entfällt.
  5. Falls mehrere Apps im Hintergrund laufen, die Bluetooth Funktionen nutzen, kann man auch mal versuchen, diese im Android Taskmanager zu beenden. Normalerweise sollten sich diese Apps nicht gegenseitig stören, aber was ist in der IT Welt schon normal? :-)

Ständige oder sporadische Verbindungsabbrüche (instabile Bluetoothverbindungen)

Das hier ist sehr spezifisch. Hintergrund ist der, dass viele Apps, die sich per Bluetooth mit dem Sportcomputer verbinden, im Hintergrund laufen müssen, um den Sportcomputer mit Daten zu versorgen oder die Daten von ihm entgegenzunehmen  (z.B. Nachrichteneingänge an den Sportcomputer weiterzureichen, GPS-Daten vom Sportcomputer entgegenzunehmen (Live-Tracking) oder GPS-Koordinaten an den Sportcomputer zu senden, etc.). 

Da das Smartphone hierbei nur mehr im Standby Modus betrieben wird und sich normalerweise das Display nach kurzer Zeit ausschaltet, was bei Android dann häufig mit einem speziellen Stromsparmodus einhergeht, muss sichergestellt sein, dass diese Apps auch im Android-Schlafmodus weiterhin im Hintergrund ihrer Arbeit nachgehen dürfen/können.

Hier hat sich mit Android 6.0 einiges geändert und zum Teil haben die diversen Smartphone-Hersteller noch eigene Stromsparfunktionen implementiert, was die Sache nicht gerade einfacher macht. Ich beschränke mich jetzt auf die Android spezifischen Stromspareinstellungen und auf die Besonderheiten, die es bei Smartphones der Marke Huawei zu beachten gilt. Bei anderen Smartphone Marken gibt es oftmals ähnliche Funktionen, die aber gerne mal etwas versteckt sind.

Spezifische Android Stromspareinstellungen
  1. Android spezifische Stromspareinstellungen: diese Option gibt es meines Wissens bei allen Android Versionen >= 6.0. Je nach Hersteller muss diese aber an unterschiedlicher Stelle aufgerufen werden. Bei meinem Huawei P9 Lite kann diese Option in den App Einstellungen vorgenommen werden, bei anderen Marken ist diese Option mitunter über die Akku-Einstellungen erreichbar:
    App Einstellungen -> Einstellungen (unten) -> spezieller Zugriff -> Akku-Optimierungen ignorieren: hier ggfs. die betreffenden Bluetooth Apps als zulässig eintragen (also als nicht optimiert deklarieren)
Spezifische Stromspareinstellungen bei Huawei*
  1. Bei Huawei sind diese Einstellungen teilweise leider sehr fragmentiert. Am leichtesten kann man diese über die Huawei Telefonmanager App aufrufen.
    Telefonmanager -> Bereinigen im Sperrzustand (bei meinem P9 Lite auf der zweiten Seite, per Wischgeste erreichbar): hier die entsprechenden Apps entsprechend deklarieren (also nicht schliessen lassen)

* Bei anderen Smartphone Marken sind diese Hersteller spezifischen Einstellungen häufig an anderer Stelle. Für Samsung Geräte siehe entsprechenden Verweis unter weiterführende Links.

Wenn die beschriebenen Stromsparfunktionen bei den betreffenden Bluetooth Apps nicht (mehr) greifen, dann sollte eigentlich sichergestellt sein, dass diese Apps im Hintergrund weiterlaufen können. Mit etwas Glück bleiben die Verbindungsabbrüche dann aus, weil den entsprechenden Apps nicht mehr der Boden unter den Füßen entzogen wird. 
Für mich ist das dann auch eine Designschwäche, wobei ich einwerfen will, dass es wohl auch Experten gibt, die behaupten, Android wäre (mittlerweile) so schlau, diese speziellen Fälle von selbst auszufedern. 
Ich sag's mal so, ja Computer sind smart, so smart, dass sie sich selbst - und uns Usern - aber gerne mal ein Bein stelllen (auch ich habe schon Funktionen programmiert, die es mit dem User zu gut gemeint haben -> get the message!) :-)

So sollte es dann beispielsweise permanent aussehen!

Ich hoffe, mit diesen Ausführungen dem ein oder anderen User geholfen zu haben. Wenn man Pech hat sind aber alle diese Tweaks wirkungslos.
Dann kann man eigentlich nur schauen, ob der Hersteller ein Update seiner App(s) anbietet, bei dem die Bluetooth Funktionen wieder etwas stabiler funktionieren.

Gerade bei Android 7.x scheinen sich einige Hersteller per Trial & Error der Problematik annehmen zu müssen. Auch kann ein Update des Android OS mitunter Wunder bewirken (sofern es für das Smartphone eines gibt -> bei Android 7.1 musste wohl Google in Sachen Bluetooth-Stabilität selbst noch mal Hand anlegen).

Wenn alle Stricke reißen wird man nicht umhinkommen, ein anderes Smartphone zumindest testweise zu nutzen (Bekanntenkreis fragen). Falls es damit klappt weiß man zumindest, dass kein generelles Problem zwischen OS <-> App <-> Bluetooth Gerät vorliegt, sondern das eigene Smartphone - aus welchen Gründen auch immer?! - inkompatibel zu sein scheint.

Als letzte Maßnahme kann man dann noch einen kompletten Geräte-Reset ins Auge fassen. Ich selbst habe das aber noch nie gemacht, zumal niemand garantieren kann, dass es nach einem Reset auf einmal doch stabil funktionieren wird.

Danke fürs Lesen.

To be continued...


Weiterführende Links: