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Mittwoch, 3. April 2019

Garmin Connect IQ Apps (Part 2: Apps für Garmin Sport-und Outdoor-Uhren)

Hier nun Teil 2, der sich mit Connect IQ Apps für Sport- und Outdoor-Uhren befasst.

Was den technischen Hintergrund der Connect IQ Technologie betrifft, verweise ich an dieser Stelle auf Teil 1: Garmin Connect IQ Apps (Part 1: Apps für Garmin Bike Computer)

Und auch hier gilt das bereits Gesagte:

'Bzgl. dieser Plattform will ich jetzt gar nicht soviel schreiben, nur anmerken, dass sich diese Connect IQ Plattform im Grunde genommen aus diversen App-Typen zusammensetzt:

  • Datenfelder
  • Apps
  • Widgets
  • Watchfaces (nur bei Trainings- und Outdooruhren)'


Sportuhren

Fenix-Serie (Connect IQ fähige Geräte -> aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Garmin Uhren ist bei den Sport- und Outdoor-Uhren alles sehr fragmentiert, weshalb ich hier nur die Fenix-Serie exemplarisch aufgreife)

Bei den Uhren spielen Apps, Widgets und Watchfaces m.E. eine weitaus größere Rolle als bei den (Edge)-Bikecomputern. Aber natürlich gibt es auch für die Sportuhren Datenfelder, die in den meisten Aktivitäten - Aktivitäten sind bei den Uhren streng betrachtet eigentlich auch Apps  - eingebettet werden können.

Datenfelder
(Datenfelder erfüllen eine zentrale Funktion -> mittels externer Datenfelder kann die Kernfunktionalität der Geräte relativ einfach erweitert werden.


Allerdings unterstützt meine Fenix max. zwei Connect IQ Felder pro Aktivität, sodass dem Spieltrieb doch enge Grenzen gesetzt sind. Man kann das etwas dadurch umgehen, indem man diverse Aktivitäten - oder sagen wir besser Aktivitätsprofile - nutzt -> manche Datenfelder machen ohnehin nur bei bestimmten Sportarten Sinn).



Einzelne Datenfelder:

YAC Heart Rate
(wie schon bei meinem Edge, nutze ich auch bei meiner Fenix ein Datenfeld, das die HFZ-Zonen farblich hinterlegt. Es gibt einige dieser Datenfelder, ich bin bei diesem gelandet und hängen geblieben)

(Dieser Screenshot ist der Connect IQ App Seite entnommen)

Running Power
(dieses von Garmin entwickelte Datenfeld bietet sich förmlich an, sofern man die entsprechende Hardware nutzt -> man sollte sich aber vor Augen halten, dass da m.E. auch etwas Voodoo-Zauber dabei ist: DC Rainmaker: Garmin Running Power App: The good, the bad, and the ugly

(Dieser Screenshot ist der Connect IQ App Seite entnommen)

Wind Field

(wenn man unbedingt wissen will, weshalb der Schnitt mal wieder partout unter aller Sau ist, dann kann der sich drehende Windrichtungspfeil - hier im Datenfeld rechts in der mittleren Zeile zu sehen - einen ersten guten Hinweis geben :) -> dieses Datenfeld bzw. die Nutzung kostet 5$ pro Jahr, ansonsten wird nach ein paar Tagen nur noch ein 'expired' angezeigt -> mir sind es diese 5$ allemal wert, zumal die Nutzung der Weather-API den Entwickler eine Gebühr kostet und sich die Windverhältnisse - mittlerweile eigentlich fast immer sehr windig, meistens Gegenwind versteht sich, oder ich werde einfach nur alt :) - die letzten Jahre doch sehr nachteilig verändert haben. Ich finde dieses Datenfeld ziemlich genial!)




Ganzseitige Datenfelder:

RUN.monitor Data
(nutze ich in meinem Laufprofil -> eine schöne - auf eine Bildschirmseite zusammengefasste - Aufschlüsselung der Eckparameter, die beim Laufen ins Auge stoßen -> das optionale 'Back To Start'-Feld kann vor allem bei Laufrunden fern der Heimat Sinn machen, wenn man einfach mal auf gut Glück drauf los läuft und die Reservekörner für den Rückweg nicht komplett aus dem Auge verlieren will -> die letzten (Lauf)-Kilometer können ja manchmal sehr schmerzhaft sein :) )



(Dieser Screenshot ist der Connect IQ App Seite entnommen)

AK Mountain
(dieses ganzseitige Datenfeld nutze ich bei Wanderaktiviäten ->  die entsprechenden Eckdaten behalte ich so schön im Blick)


(Dieser Screenshot ist der Connect IQ App Seite entnommen)

HRZMon+
(dieses ganzseitige Datenfeld nutze ich bei allgemeinen Fitness-Aktivitäten -> Cardio-Training will ich das jetzt nicht nennen, aber manchmal will man die HF ja doch im Auge behalten. Und sei es nur, um die Qualität dieses Trainings dann hinterher etwas besser beurteilen zu können :) )


(Dieser Screenshot ist der Connect IQ App Seite entnommen)

Charts For All
(dieses Feld habe ich eine Zeit lang zur Ruhepulsmessung verwendet -> dafür gibt es mittlerweile aber auch spezielle Apps -> dieses Chart-Datenfeld kann aber noch viel mehr, da es bis zu fünf unterschiedliche Datenreihen in Chartform zeitgleich darstellen kann)


(Dieser Screenshot ist der Connect IQ App Seite entnommen)


Apps

(Apps können im Gegensatz zu Widgets auf den Sportuhren nur direkt im Aktivitäten-Menü aufgerufen werden.)










Snapshot Resting Heart Rate v2
(mit dieser App kann man die Ruhepulsmessung sehr gut über einen längeren Zeitraum protokollieren. Zwar bietet das bereits integrierte Herzfrequenz-Widget der Fenix-Uhren eine ähnliche - quasi automatisierte - Funktionalität, aber manchmal will man es ja ganz genau wissen :) ).


Rest Heart Rate Timer
(eine ähnliche textbasierte App, die vielleicht eine etwas bessere Momentaufnahme des Ruhepuls bietet, dafür aber keinen RH-Verlauf protokolliert)


SkyWatch
(geniale App für angehende Astronomen und Kosmonauten, aber auch für Normalos, die gerne mal die Venus am Nachthimmel suchen und nicht wissen, wo sie suchen sollen :)
Selbst DC Rainmaker scheint davon sehr angetan zu sein, wie man diesem kleinen YouTube Video entnehmen kann: Garmin Connect IQ App: Sky Watch App (DC Rainmaker)


Wo hat sich die Sonne wieder mal versteckt?

Toothbrush Timer
(Zähneputzen kann doch Spaß machen -> es muss nicht immer die elektrische Zahnbürste mit Bluetooth-Anbindung sein :) )



Widgets

(Widgets können bei den Sportuhren durch Blättern im Uhrenmodus aufgerufen werden -> man scrollt sich quasi durch die einzelnen aktivierten Widgets hindurch)









NY Calendar
(zu diesem Widget gibt es nicht viel zu sagen -> ein schneller Zugriff auf eine Kalenderansicht kann manchmal recht nützlich sein und wenn der Kalender dann auch noch die aktuelle Wochennummer anzeigen kann, dann ist er quasi perfekt)


Quick Forecast

(dieses Widget nutze ich eigentlich primär auf meiner Fenix Outdoor Uhr, aber manchmal ist es vor einer Trainingseinheit ja gut zu wissen, was Wettermäßig auf einen zukommen wird - oder sagen wir besser zukommen kann -> daher habe ich dieses Widget auch auf meinem Edge520 installiert)



Watchfaces

(Watchfaces - auf deutsch auch Displaydesigns genannt - gibt es wirklich sehr viele im Connect IQ Store, darunter auch funktional sehr hochwertige. Viele Watchfaces können bis ins kleinste Detail konfiguriert werden, sodass man wirklich vieles aus seiner Sportuhr herausholen kann (und dann schon fast eine Smartwatch am Handgelenk trägt).

Ich selbst habe aber nur zwei dieser Watchfaces installiert und will diese hier nur stellvertretend für diese Connect IQ Sparte vorstellen.

Wer seine Uhr gerne etwas pimpt, sollte etwas Forscherdrang mitbringen und die Liste der Watchfaces im Connect IQ Store abarbeiten -> es lohnt sich wirklich).

Actiface
(wirklich sehr mächtiges Watchface, das ich eine Zeit lang recht gerne genutzt habe)


SC9

(mein aktuell genutztes Watchface -> nicht so sehr verspielt, aber doch das für mich Wesentliche auf einen Blick zusammengefasst).


JFM Okapi

(Stand heute (02.06.2019) mein Favorit: sehr aufgeräumtes relativ neues Watchface mit toller Funktionalität. Fast alles kann nach Belieben konfiguriert werden, auch die Farben (wenn man z.B. einen hellen Hintergund favorisiert).
Die 2.40 €, die der Autor dafür veranschlägt, sind eine wirklich gute Investition, wenn man an diesem Watchface Gefallen gefunden hat).


Fazit:


Das als zweiter Überblick meiner lieb gewonnenen Connect IQ Apps, die ich auf meiner Fenix 5 verwende bzw. zumindest installiert habe.

Ich hoffe mit diesem Blogbeitrag, die ein oder andere Anregung geliefert zu haben. Wer etwas technikaffin ist, der wird dieser Connect IQ Geschichte sicherlich etwas abgewinnen können. Etwas Forscherdrang vorausgesetzt, kann man im Connect IQ Store wirklich viel entdecken. Wenn man dann auch noch Spieldrang sein Eigen nennt, läuft man aber fast schon Gefahr, zuviel Zeit totzuschlagen (denn natürlich wird man auch auf einige eher sinnfreie Apps stoßen, wobei das Attribut sinnfrei aber bekanntlich immer im Auge des Betrachters liegt).

Auch an dieser Stelle möchte ich mich noch einmal mit diesem Beitrag bei meinen Programmierer-Kollegen für deren wirklich sehr gute Arbeit bedanken -> ich weiß nur zu gut, wieviel Arbeit und auch Herzblut in diesen Connect IQ Apps steckt.

Wer noch tiefer in die Materie einsteigen und vielleicht selbst mal Hand anlegen will, dem will ich noch diese wirklich gelungene kurze Einführung ans Herz legen: Garmin Connect IQ Tutorial Overview

Ich habe auch schon einige kleinere Connect IQ Apps programmiert, wobei sich die meisten davon aber mit einigen vorhandenen überschneiden und es daher keinen Sinn macht, diese zu veröffentlichen. Mir schwebt aber so eine Idee im Kopf herum, die ich bisher noch nicht als Connect IQ App verwirklicht gesehen habe -> vielleicht werde ich in dieser Sache zeitnahe tätig werden :)

Danke fürs Lesen, zur Belohnung gibt's wieder mal etwas gute Mucke :) :




To be continued...

Montag, 11. März 2019

Garmin Connect IQ Apps (Part 1: Apps für Garmin Bike Computer)

Heute möchte ich einige Garmin Connect IQ Apps vorstellen, die ich als ganz nützlich erachte und die einen festen Platz auf meinen Garmin Geräten gefunden haben (sofern das jeweilige Gerät diese neue Connect IQ Plattform unterstützt).
Die Auswahl ist wie immer subjektiv und erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit; auch die Sinnhaftigkeit der hier aufgeführten Apps soll bitte kein Thema sein!

Anfangs hatte ich diese relativ neue Plattform (Entwicklerschnittstelle) noch belächelt - um nicht zu sagen sehr große Zweifel, dass sich das überhaupt irgendwann einmal bewähren würde -, aber Garmin hat hier wirklich etwas sehr Solides auf die Beine gestellt und die Connect IQ Plattform hat sich vor allem auch dank der entwicklungsfreudigen Community mittlerweile zu einem echten Mehrwert - für mich - entwickelt.

Ich will an dieser Stelle noch anmerken, dass ich zu Garmin teils ein etwas schwieriges Verhältnis habe - vor allem was deren Verständnis der Qualitätskontrolle betrifft. Auf der anderen Seite muss ich aber auch anerkennen, dass sich Garmin wirklich etwas traut und der Konkurrenz häufig einen Schritt voraus ist. Gerade diese Connect IQ Geschichte verdeutlicht das doch sehr gut - die Konkurrenz kann bisher meines Wissens nichts Vergleichbares auffahren.

Bzgl. dieser Plattform will ich jetzt gar nicht soviel schreiben, nur anmerken, dass sich diese Connect IQ Plattform im Grunde genommen aus diversen App-Typen zusammensetzt:

  • Datenfelder
  • Apps
  • Widgets
  • Watchfaces (nur bei Trainings- und Outdooruhren)

Siehe auch die Ausführungen von DC Rainmaker, die einen guten komprimierten Überblick über diese Technologie geben: https://www.dcrainmaker.com/2015/09/connect-iq-on-edge.html

Daher macht es Sinn, die hier vorgestellten Apps nach Funktionsgruppen und dem jeweiligen Sportcomputer-Typ zu gliedern. Im ersten Teil werde ich mich auf Bikecomputer Apps beschränken, in Kürze werde ich dann im zweiten Teil spezielle Apps für die Fenix-Uhrenmodelle vorstellen (da gibt es nämlich auch einige echte Perlen!).

Bikecomputer

Edge-Serie (Connect IQ fähige Geräte -> Edge 520, Edge820, Edge1000, Edge1030, etc.)

Bei den Edge Bikecomputern sind m.E. vor allem die Datenfelder interessant, die in ganzseitige Datenfelder (nehmen eine ganze Bildschirmseite in Anspruch) und einzelne Datenfelder (können als einzelnes Feld in den aktiven Bildschirmseiten eingebettet werden) unterteilt werden können. Ich fange daher bei den Datenfeldern an.

Datenfelder
(Datenfelder erfüllen wie gesagt eine zentrale Funktion -> mittels externer Datenfelder kann die Kernfunktionalität der Geräte relativ einfach erweitert werden).









Einzelne Datenfelder:

BGinfo Zones + HR
(dieses Datenfeld nutze ich vor allem bei meinem Alltagsrad-Profil -> damit kann man dank des farblich hinterlegten Hintergrunds die aktuelle HF-Zone sehr schnell einsehen, sicherlich nicht essentiell, aber auch nicht verkehrt, wenn man mit HF-Messung trainiert oder Einkaufsfahrten erledigt :))


(diese Variante - hier in der ersten Zeile zu sehen - nutze ich in meinem Trainingsprofil -> damit kann man recht gut die HR-Zonenverteilung einsehen, was sich z.B. bei einem längeren Intervalltraining anbietet. Auch die MAX-HR kann abgelesen werden, sofern das Datenfeld ganzeilig eingebettet ist)



(und hier noch eine weitere Variante, die die HF-Zonen in Form eines Balkendiagramms anzeigt -> findet bei mir auch im Alltagsrad-Profil (Alltagsradeln und ATB) Verwendung)


What's My FTP? - Xert
(für Leute, die mit Leistungsmesser trainieren, quasi ein essentielles Datenfeld -> siehe auch DC Rainmakers Kurzvorstellung: https://www.dcrainmaker.com/2017/07/xert-rolls-out-free-real-time-ftp-app-on-garmin-devices.html
)



Power graph
(nutze ich auf einer meiner Rennprofil Seiten -> neben der gemittelten Leistung - die Parameter (Sekunden) für den gleitenden Mittelwert können frei justiert werden - wird auch ein einfaches Verlaufs-Chart angezeigt)




Wind Field
(wenn man unbedingt wissen will, weshalb der Schnitt mal wieder partout unter aller Sau ist, dann kann der sich drehende Windrichtungspfeil - hier in der rechten unteren Ecke zu sehen - einen ersten guten Hinweis geben :) -> dieses Datenfeld bzw. die Nutzung kostet 5$ pro Jahr, ansonsten wird nach ein paar Tagen nur noch ein 'expired' angezeigt -> mir sind es diese 5$ wert, zumal die Nutzung der Weather-API den Entwickler eine Gebühr kostet und sich die Windverhältnisse - mittlerweile eigentlich fast immer sehr windig, meistens Gegenwind versteht sich, oder ich werde einfach nur alt :) - die letzten Jahre doch sehr nachteilig verändert haben)



(mehr so eine Spielerei, die in meinem Alltagsradprofil eingebettet ist -> ein kleine Trackskizze, hier unten links zu sehen -> again, dieses Datenfeld ist für mich nur so eine Spielerei und bei längeren Ausfahrten sieht der Track in diesem kleinen Datenfeld natürlich sehr verrauscht aus, sodass kaum noch ein Track zu erkennen ist)



Ganzseitige Datenfelder:

Edge520Visual
(nutze ich in meinem Alltagsradprofil -> eine schöne - auf eine Bildschirmseite zusammengefasste - Aufschlüsselung der Eckparameter, die beim Alltagsradeln ins Auge stoßen)


My Edge
(funktional in etwa vergleichbar mit obigen Datenfeld, weist aber eine etwas andere Optik auf. Es gibt auch einen Nachfolger Namens MyEdge 2, der allerdings nur mehr auf den größeren Edge Modellen - ab dem relativ neuen Edge 520 Plus - läuft)



Race Field Edge
(dieses ganzseitige Datenfeld ist auf der zweiten Seite in meinem Rennprofil fest eingebettet -> neben den SPD-Werten schaut man im Rennen ja mitunter gerne mal auf die HF- und die Leistungswerte, und da man im Rennen immer nur einen kurzen Blick frei hat, sollten diesen Parameter schnell und einfach abzulesen sein)


Tacho
(dieses Feld findet auch in meinem Rennprofil Verwendung -> auch hier können die Eckdaten sehr leicht eingesehen werden -> wenn es denn der Rennverlauf zulässt, einen Blick auf das Display zu werfen)


Live Peak Power (MMP) Graph
(wirklich mächtiges Datenfeld, das ich aber nicht nutze, weil ich während des Radfahrens einfach nicht den Blick für diese Datenfülle freihabe -> man kann an diesem Datenfeld aber sehr gut erkennen, welches Potential in diesen Connect IQ Apps steckt, weswegen ich es hier explizit aufführe)



Apps

(Apps können im Gegensatz zu Widgets auf den Edge-Geräten nur im Hauptmenü aufgerufen werden, das heißt, wenn man ein Sportprofil aktiv geöffnet hat, sind die Apps nicht zugänglich -> einige entsprechend designte Apps ersetzen sozusagen die Sportprofile bzw. den Bike-Modus der Edges, andere Apps können aber auch als ausgelagerte kleinere Tools verstanden werden, die man z.B. vor einer Aufzeichnung kurzzeitig aufruft, um Daten, Routen oder was auch immer einzuholen, etc.)




Route Course
(diese App beseitigt in gewisser Weise ein großes Manko, nämlich die Eigenart, dass sich die Edges nicht on-the-fly mit Touren aus dem Internet bespielen lassen - die Konkurrenz bietet da definitiv mehr. Diese App schafft etwas Abhilfe, wobei mir die Konzepte von Wahoo und Lezyne aber trotzdem besser gefallen, da diese Hersteller die flexible on-the-fly Tourenerstellung fest in ihre Kern-Apps eingebunden haben -> hier hat Garmin m.E. definitiv noch großen Aufholbedarf. Allerdings haben die größeren routingfähigen Edge-Geräte jene Routing-Funktionalität ja im Gerät selbst implementiert, weswegen Garmin hier wohl keinen größeren Handlungsbedarf sehen dürfte).



Widgets


(Widgets können bei den Edge Geräten jederzeit - auch während eines aktiven Recordings - über das Statusmenü aufgerufen werden)










GImporter
(dieses Widget habe ich früher gerne genutzt, um GPX-Tracks, direkt von meinem Android Smartphone auf den Edge zu pumpen -> mittlerweile ist dieses Tool aber nicht mehr nötig, da die Garmin Connect App das auch selbst kann. Siehe Diskussionen im Tour-Forum: https://forum.tour-magazin.de/showthread.php?308975-EDGE-1000-Erste-Erfahrungen&p=5879648#post5879648
und hier:
https://forum.tour-magazin.de/showthread.php?392106-Ersatz-f%FCr-Garmin-Edge-1000&p=5878179#post5878179)



Quick Forecast
(dieses Widget nutze ich eigentlich primär auf meiner Fenix Outdoor Uhr, aber manchmal ist es vor einer Trainingseinheit ja gut zu wissen, was Wettermäßig auf einen zukommen wird - oder sagen wir besser zukommen kann -> daher habe ich dieses Widget auch auf meinem Edge520 installiert)


Coordinates WGS-84 Widget
(wenn man mal wissen will, wo man sich gerade genau befindet -> um z.B. der Chefin die Koordinaten durchzugeben, weil der spontane Biergartenbesuch mit der Trainingstruppe dann doch wieder einmal etwas länger ausgefallen ist :) )



Fazit:


Das mal als erster Überblick meiner lieb gewonnenen Connect IQ Apps für aktuelle Edge Bikecomputer. Es gibt noch viele andere Apps, die sehr gut sind, aber leider können pro Sportprofil auf meinem Edge 520 nur maximal vier Connect IQ Datenfelder parallel genutzt werden. Auch ist der Speicherplatz für Apps und Widgets generell auf den Geräten begrenzt, sodass man so oder so selektieren muss. Letztlich wollen wir ja aber primär Radfahren und nicht ständig Mäusekino kucken, daher passt das schon.

Ich hoffe mit diesem Blogbeitrag, die ein oder andere Anregung geliefert zu haben. Wer etwas technikaffin ist, der wird dieser Connect IQ Geschichte sicherlich etwas abgewinnen können.

Auch möchte ich mich mit diesem Beitrag bei meinen Programmierer-Kollegen für deren wirklich sehr gute Arbeit bedanken -> ich weiß nur zu gut, wieviel Arbeit und auch Herzblut in diesen Connect IQ Apps steckt.

Im kommenden Teil 2 werde ich alsbald noch einige Connect IQ Apps speziell für Sportuhren vorstellen, wobei sich einige Apps überschneiden - also sowohl auf den Edge-Bikecomputern als auch auf diversen Sportuhren laufen, andere aber nur für Sportuhren verfügbar sind (was dann auch meistens Sinn macht).

Danke fürs Lesen, zur Belohnung gibt's noch etwas gute Mucke :) :



To be continued...

Mittwoch, 2. Januar 2019

Windows 7-10: Programme unbekannter Herkunft installieren

Vorweg: Aktuelle Windows-Versionen bieten einen Schutzmechanismus, der natürlich einen Sinn hat. Manchmal schießt diese Schutzfunktion aber etwas übers Ziel oder anders gesagt, manche Programme können aufgrund der dahinterstehenden Vertriebsmodelle (kleine alternative Softwareprojekte, Freeware, etc.) nicht so konfektioniert werden, dass sie 100% kompatibel mit dieser Windows-Schutzfunktion sind.

In diesem Blogbeitrag will ich daher kurz die Hintergründe aufzeigen und die notwendigen Schritte illustrieren, die nötig sind, um Programme 'unbekannter Herkunft' zu installieren.

Es versteht sich aber von selbst, dass der User vorher in Erfahrung bringen sollte, ob das zu installierende Programm sauber ist oder nicht!

Kurz: man sollte nicht jedes PC-Programm, welches einem im Internet über den Weg läuft, auf seinem PC installieren. Sofern man die Vertriebsquelle aber kennt und weiß, dass die zu installierende Software seriös ist, kann man das Risiko der Installation einer Software unbekannter Herkunft durchaus eingehen. Eine relativ seriöse Quelle wäre im deutschsprachigen Raum z.B. das Software-Archiv von heise.de.

Was sind eigentlich 'Programme (oder Apps) unbekannter Herkunft'?


Vereinfacht gesagt, darunter versteht man Programme, deren Herausgeber Windows (Microsoft) nicht kennt, was zur Folge hat, dass Windows defaultmäßig die Installation unterbindet. Bei älteren Windows-Versionen war das Anfangs nur eine Warnmeldung, Windows 10 geht mittlerweile aber einen Schritt weiter und unterbindet die Installation -> der User muss die Installation der unbekannten Software quasi erzwingen.

Unbekannter Herkunft sind daher alle Programme, die Windows nicht als Programm eines verifizierten Herausgebers identifiziert hat. 

Um als Programm eines verifizierten Herausgebers erachtet zu werden, muss ein PC-Programm signiert sein, was in der Regel über Drittanbieter vorgenommen wird. Das Erstellen und Verwenden jener Signaturen kostet natürlich Geld. Mitunter kann das sogar recht teuer werden, sodass sich eine Signatur für kleinere Softwareprojekte nicht (immer) rechnet.

Um das Thema an dieser Stelle nicht weiter unnötig zu vertiefen, was das Technische betrifft, verweise ich der Einfachheit mal auf einen Blog-Beitrag Code Signing - Eine Anleitung eines Blogger-Kollegen. 

Fakt ist, jeder Entwickler steht vor der Frage, ob er seine Software signieren soll oder nicht und wird dann sicherlich das Für-und-Wider eruieren und eine Entscheidung treffen.

Ich selbst habe mich bei meinen privaten Projekten gegen eine Signierung ausgesprochen, da diese Signatur einfach zu teuer käme. 

Bei kommerziellen Projekten (Auftragsarbeiten) mache ich das vom Auftraggeber abhängig -> häufig verzichten diese aber ebenfalls auf eine Signierung der Software (vorallem bei reinen Inhouse-Anwendungen).

An diesen Software-Signaturen verdienen m.E. vor allem auch die Unternehmen, die jene Signaturen ausstellen. Ich möchte hier aber nicht über den Sinn und Zweck dieser Signaturen diskutieren, nur ganz ohne Hintergrundwissen geht es dann eben doch nicht.

Jetzt aber zum eigentlichen Kern dieses Blog-Artikels.

Installation (Beschreibung der einzelnen Schritte):


1.) Aufruf des Setup-Programmes (z.B. setup_TLABPro_latest.exe)

2.) Windows (10) wird nun bei einem unsignierten Programm wahrscheinlich diese Hinweismeldung (sogenannter Windows SmartScreen Filter* -> siehe auch weiter unten unter 'Weiterführende Links') einblenden und die Installation unterbinden: 



















3.) Text 'Weitere Informationen' mit der Maus anklicken:



















4.) Daraufhin werden einige Zusatzmeldungen angezeigt -> nun den Button 'Trotzdem ausführen' drücken:



















5.) Nach Drücken des 'Trotzdem Ausführen' Buttons sollte das eigentliche Setup-Programm aufgerufen werden -> der Installationsprozess - es erscheint nochmal ein Warnhinweis! - muss mittels Drücken des OK-Buttons gestartet werden.




















6.) Das zu installierende Programm sollte nach Abschluss des Setups nun auf dem Windows-System installiert sein:

Voilà! 

Wie man dieser Kurzanleitung hoffentlich entnehmen kann, ist das alles keine Raketenwissenschaft, sondern Windows will einfach nur, dass der Anwender selbst Hand anlegt -> man könnte es auch so umschreiben: Windows will einfach sicherstellen, dass der User weiß, was er da gerade tut und durch diese kleine Hürden sollte das auch einigermaßen realisiert sein. 

Der User ist also nicht völlig entmachtet, sondern Windows blendet defaultmäßig nur die Wegweiser aus, was m.E. auch völlig in Ordnung geht.

Fazit:


Again, - ich kann das nicht oft genug hervorheben! -, man sollte schon wissen, was man tut und nicht jedes Programm unbekannter Herkunft auf seinem System installieren. Manchmal geht es aber nicht anders und dann kann man sich an diesen Leitfaden halten und die Software auf seinem Windows-System installieren.

Danke fürs Lesen.

To be continued...


Weiterführende Links:


Weitere Leitfäden:

https://www.remosoftware.com/info/de/sollten-sie-und-wie-man-umgehen-herausgeber-konnte-nicht-verifiziert-werden-warnung-windows-10/

* Interessantes zum Thema Windows SmartScreen:

SmartScreen-Fehlermeldung auch bei signierten Exe Files
(diese Diskussion sollte auch verdeutlichen, weshalb der Erwerb eines günstigen - auf zwei Jahre befristeten - 'Lifetime Signing' Zertifkats in dieser Sache nicht wirklich helfen muss, sondern im Grunde genommen nur die wesentlich teureren Extended-Validation-Zertifikate ein echtes Plus darstellen)

Windows 10: Smartscreen-Filter - das steckt dahinter

Infos zum Thema Codesignierung