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Dienstag, 27. Dezember 2016

Working with Prototypes (am Anfang ist alles eine Nummer größer :-) )

Und wieder bin ich beim Bilder-Aufräumen auf ein paar lustige Sachen gestoßen... 

Je nachdem, wie früh man in die Produktentwicklung einbezogen wird, laufen einem ab und an auch mal die ersten Prototypen über den Weg :-)
Kenner der Materie können wahrscheinlich erahnen, um welches Gerät es sich auf dem Foto handelt.

Zugegeben, heute fallen die Prototypen meistens kleiner aus, bzw. ähneln oft schon sehr den fertigen Endprodukten, aber Ende der 90'er Jahre (und auch noch Mitte 2000 :-) ) hatte man zum Teil noch mit echten handverlöteten Prototypen zu tun, die, was die Optik betrifft, noch sehr wenig mit dem angedachten Produkt gemein hatten.



Bei dem hier abgebildeten Projekt wurde ich als externer Entwickler softwareseitig schon sehr früh einbezogen, da ich zwei Programme - mein eigenes und deren Hausanwendung, das ich interimsweise übernommen hatte - an das neue Gerät anpassen musste. Auf diese Weise konnte ich sehr früh mit den Hardware und Firmwareentwicklern zusammenarbeiten. Seitens des Herstellers wollte man - soweit ich das als Außenstehender abschätzen konnte - gegenüber den Vorgängergeräten weitestgegend kompatibel bleiben, wohl auch, um etwaige Anpassungsarbeiten - soweit möglich - gering zu halten. Letztlich wies dieses neue Gerät dann aber doch ein mehr oder weniger abweichendes Datenformat auf, was zufolge hatte, dass die softwarseitigen Anpassungen doch etwas aufwendiger waren.
Die Gerätekommunikation wurde meinerseits in einer zentralen DLL ausgelagert, die von den anderen Programmen genutzt wurde, um die weiteren Anpassungsarbeiten in deren mitgelieferten (Haus)-Anwendungen gering zu halten. 
Auch wenn es sich bei dieser Import-DLL um (noch) kein echtes Plugin-System handelte, lehnt sich die in der TrainingLab Pro verwendete Import-Plugin Schnittstelle etwas an diese DLL an (was die Kernfunktionen und deren Namensgebung betrifft).

Das war ca. Mitte 2000, der Sport-Gadget-Markt war damals noch im Umbruch bzw. erfuhr gerade eine echte Neuausrichtung, da der jetzige Branchenprimus, der zuvor sein Portfolio primär am reinen GPS Segment  ausgerichtet hatte, den Sport-Gadget Markt für sich entdeckte. 

In dem Zusammenhang ist jene Auflistung TIMELINE 2016: GARMIN, POLAR, SUUNTO, TOMTOM - Análisis de productos. ZitaSport wirklich sehr interessant und lesenswert!

Mit Garmins Eintreten in den Sport-Gadget Bereich hatte sich der Markt doch sehr verändert, da die Mitbewerber nun gezwungen waren, schnell GPS-Funktionen aufzugreifen, was nicht jedem Mitbewerber auf Anhieb gelang. 
Garmin hatte auf diesem Gebiet ja eine Menge Know-How, das sie einbringen konnten, für die Konkurrenz war das hingegen meistens Neuland. 
Die Folge waren anfangs sehr abenteuerliche Geräte, welche z.B. den GPS-Empfänger in separaten Sensoren auslagerten und nur rudimentäre GPS-Funktionen aufgreifen konnten, wohingegen Garmin mit der Edge Serie bereits bei den höherwertigen Geräten eine Kartenunterstützung samt echter Navigation auffahren konnte.

Nebenbei hatte Garmin auch noch ein paar reine Sport-Computer wie z.B. den Forerunner 50 auf den Markt geworfen, auf den ich - in etwas anderem Gewand - lustigerweise Jahre später bei einem anderen Projekt noch einmal stoßen sollte :-) -, sodass sie auch im GPS-losen Segment (günstigere Geräte, lange Batterielaufzeiten, etc.) vertreten waren. 

Ich glaube, die Amerikaner haben alles richtig gemacht.-> wer weiß, wie der Markt heute sonst aussehen würde, mal darauf abzielend, dass heute ein integrierter GPS-Empfänger fast ein Must-Have ist (selbst bei meinen Laufcomputern möchte ich darauf nicht mehr verzichten).

To be continued...

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