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Montag, 11. März 2019

Garmin Connect IQ Apps (Part 1: Apps für Garmin Bike Computer)

Heute möchte ich einige Garmin Connect IQ Apps vorstellen, die ich als ganz nützlich erachte und die einen festen Platz auf meinen Garmin Geräten gefunden haben (sofern das jeweilige Gerät diese neue Connect IQ Plattform unterstützt).
Die Auswahl ist wie immer subjektiv und erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit; auch die Sinnhaftigkeit der hier aufgeführten Apps soll bitte kein Thema sein!

Anfangs hatte ich diese relativ neue Plattform (Entwicklerschnittstelle) noch belächelt - um nicht zu sagen sehr große Zweifel, dass sich das überhaupt irgendwann einmal bewähren würde -, aber Garmin hat hier wirklich etwas sehr Solides auf die Beine gestellt und die Connect IQ Plattform hat sich vor allem auch dank der entwicklungsfreudigen Community mittlerweile zu einem echten Mehrwert - für mich - entwickelt.

Ich will an dieser Stelle noch anmerken, dass ich zu Garmin teils ein etwas schwieriges Verhältnis habe - vor allem was deren Verständnis der Qualitätskontrolle betrifft. Auf der anderen Seite muss ich aber auch anerkennen, dass sich Garmin wirklich etwas traut und der Konkurrenz häufig einen Schritt voraus ist. Gerade diese Connect IQ Geschichte verdeutlicht das doch sehr gut - die Konkurrenz kann bisher meines Wissens nichts Vergleichbares auffahren.

Bzgl. dieser Plattform will ich jetzt gar nicht soviel schreiben, nur anmerken, dass sich diese Connect IQ Plattform im Grunde genommen aus diversen App-Typen zusammensetzt:

  • Datenfelder
  • Apps
  • Widgets
  • Watchfaces (nur bei Trainings- und Outdooruhren)

Siehe auch die Ausführungen von DC Rainmaker, die einen guten komprimierten Überblick über diese Technologie geben: https://www.dcrainmaker.com/2015/09/connect-iq-on-edge.html

Daher macht es Sinn, die hier vorgestellten Apps nach Funktionsgruppen und dem jeweiligen Sportcomputer-Typ zu gliedern. Im ersten Teil werde ich mich auf Bikecomputer Apps beschränken, in Kürze werde ich dann im zweiten Teil spezielle Apps für die Fenix-Uhrenmodelle vorstellen (da gibt es nämlich auch einige echte Perlen!).

Bikecomputer

Edge-Serie (Connect IQ fähige Geräte -> Edge 520, Edge820, Edge1000, Edge1030, etc.)

Bei den Edge Bikecomputern sind m.E. vor allem die Datenfelder interessant, die in ganzseitige Datenfelder (nehmen eine ganze Bildschirmseite in Anspruch) und einzelne Datenfelder (können als einzelnes Feld in den aktiven Bildschirmseiten eingebettet werden) unterteilt werden können. Ich fange daher bei den Datenfeldern an.

Datenfelder
(Datenfelder erfüllen wie gesagt eine zentrale Funktion -> mittels externer Datenfelder kann die Kernfunktionalität der Geräte relativ einfach erweitert werden).









Einzelne Datenfelder:

BGinfo Zones + HR
(dieses Datenfeld nutze ich vor allem bei meinem Alltagsrad-Profil -> damit kann man dank des farblich hinterlegten Hintergrunds die aktuelle HF-Zone sehr schnell einsehen, sicherlich nicht essentiell, aber auch nicht verkehrt, wenn man mit HF-Messung trainiert oder Einkaufsfahrten erledigt :))


(diese Variante - hier in der ersten Zeile zu sehen - nutze ich in meinem Trainingsprofil -> damit kann man recht gut die HR-Zonenverteilung einsehen, was sich z.B. bei einem längeren Intervalltraining anbietet. Auch die MAX-HR kann abgelesen werden, sofern das Datenfeld ganzeilig eingebettet ist)



(und hier noch eine weitere Variante, die die HF-Zonen in Form eines Balkendiagramms anzeigt -> findet bei mir auch im Alltagsrad-Profil (Alltagsradeln und ATB) Verwendung)


What's My FTP? - Xert
(für Leute, die mit Leistungsmesser trainieren, quasi ein essentielles Datenfeld -> siehe auch DC Rainmakers Kurzvorstellung: https://www.dcrainmaker.com/2017/07/xert-rolls-out-free-real-time-ftp-app-on-garmin-devices.html
)



Power graph
(nutze ich auf einer meiner Rennprofil Seiten -> neben der gemittelten Leistung - die Parameter (Sekunden) für den gleitenden Mittelwert können frei justiert werden - wird auch ein einfaches Verlaufs-Chart angezeigt)




Wind Field
(wenn man unbedingt wissen will, weshalb der Schnitt mal wieder partout unter aller Sau ist, dann kann der sich drehende Windrichtungspfeil - hier in der rechten unteren Ecke zu sehen - einen ersten guten Hinweis geben :) -> dieses Datenfeld bzw. die Nutzung kostet 5$ pro Jahr, ansonsten wird nach ein paar Tagen nur noch ein 'expired' angezeigt -> mir sind es diese 5$ wert, zumal die Nutzung der Weather-API den Entwickler eine Gebühr kostet und sich die Windverhältnisse - mittlerweile eigentlich fast immer sehr windig, meistens Gegenwind versteht sich, oder ich werde einfach nur alt :) - die letzten Jahre doch sehr nachteilig verändert haben)



(mehr so eine Spielerei, die in meinem Alltagsradprofil eingebettet ist -> ein kleine Trackskizze, hier unten links zu sehen -> again, dieses Datenfeld ist für mich nur so eine Spielerei und bei längeren Ausfahrten sieht der Track in diesem kleinen Datenfeld natürlich sehr verrauscht aus, sodass kaum noch ein Track zu erkennen ist)



Ganzseitige Datenfelder:

Edge520Visual
(nutze ich in meinem Alltagsradprofil -> eine schöne - auf eine Bildschirmseite zusammengefasste - Aufschlüsselung der Eckparameter, die beim Alltagsradeln ins Auge stoßen)


My Edge
(funktional in etwa vergleichbar mit obigen Datenfeld, weist aber eine etwas andere Optik auf. Es gibt auch einen Nachfolger Namens MyEdge 2, der allerdings nur mehr auf den größeren Edge Modellen - ab dem relativ neuen Edge 520 Plus - läuft)



Race Field Edge
(dieses ganzseitige Datenfeld ist auf der zweiten Seite in meinem Rennprofil fest eingebettet -> neben den SPD-Werten schaut man im Rennen ja mitunter gerne mal auf die HF- und die Leistungswerte, und da man im Rennen immer nur einen kurzen Blick frei hat, sollten diesen Parameter schnell und einfach abzulesen sein)


Tacho
(dieses Feld findet auch in meinem Rennprofil Verwendung -> auch hier können die Eckdaten sehr leicht eingesehen werden -> wenn es denn der Rennverlauf zulässt, einen Blick auf das Display zu werfen)


Live Peak Power (MMP) Graph
(wirklich mächtiges Datenfeld, das ich aber nicht nutze, weil ich während des Radfahrens einfach nicht den Blick für diese Datenfülle freihabe -> man kann an diesem Datenfeld aber sehr gut erkennen, welches Potential in diesen Connect IQ Apps steckt, weswegen ich es hier explizit aufführe)



Apps

(Apps können im Gegensatz zu Widgets auf den Edge-Geräten nur im Hauptmenü aufgerufen werden, das heißt, wenn man ein Sportprofil aktiv geöffnet hat, sind die Apps nicht zugänglich -> einige entsprechend designte Apps ersetzen sozusagen die Sportprofile bzw. den Bike-Modus der Edges, andere Apps können aber auch als ausgelagerte kleinere Tools verstanden werden, die man z.B. vor einer Aufzeichnung kurzzeitig aufruft, um Daten, Routen oder was auch immer einzuholen, etc.)




Route Course
(diese App beseitigt in gewisser Weise ein großes Manko, nämlich die Eigenart, dass sich die Edges nicht on-the-fly mit Touren aus dem Internet bespielen lassen - die Konkurrenz bietet da definitiv mehr. Diese App schafft etwas Abhilfe, wobei mir die Konzepte von Wahoo und Lezyne aber trotzdem besser gefallen, da diese Hersteller die flexible on-the-fly Tourenerstellung fest in ihre Kern-Apps eingebunden haben -> hier hat Garmin m.E. definitiv noch großen Aufholbedarf. Allerdings haben die größeren routingfähigen Edge-Geräte jene Routing-Funktionalität ja im Gerät selbst implementiert, weswegen Garmin hier wohl keinen größeren Handlungsbedarf sehen dürfte).



Widgets


(Widgets können bei den Edge Geräten jederzeit - auch während eines aktiven Recordings - über das Statusmenü aufgerufen werden)










GImporter
(dieses Widget habe ich früher gerne genutzt, um GPX-Tracks, direkt von meinem Android Smartphone auf den Edge zu pumpen -> mittlerweile ist dieses Tool aber nicht mehr nötig, da die Garmin Connect App das auch selbst kann. Siehe Diskussionen im Tour-Forum: https://forum.tour-magazin.de/showthread.php?308975-EDGE-1000-Erste-Erfahrungen&p=5879648#post5879648
und hier:
https://forum.tour-magazin.de/showthread.php?392106-Ersatz-f%FCr-Garmin-Edge-1000&p=5878179#post5878179)



Quick Forecast
(dieses Widget nutze ich eigentlich primär auf meiner Fenix Outdoor Uhr, aber manchmal ist es vor einer Trainingseinheit ja gut zu wissen, was Wettermäßig auf einen zukommen wird - oder sagen wir besser zukommen kann -> daher habe ich dieses Widget auch auf meinem Edge520 installiert)


Coordinates WGS-84 Widget
(wenn man mal wissen will, wo man sich gerade genau befindet -> um z.B. der Chefin die Koordinaten durchzugeben, weil der spontane Biergartenbesuch mit der Trainingstruppe dann doch wieder einmal etwas länger ausgefallen ist :) )



Fazit:


Das mal als erster Überblick meiner lieb gewonnenen Connect IQ Apps für aktuelle Edge Bikecomputer. Es gibt noch viele andere Apps, die sehr gut sind, aber leider können pro Sportprofil auf meinem Edge 520 nur maximal vier Connect IQ Datenfelder parallel genutzt werden. Auch ist der Speicherplatz für Apps und Widgets generell auf den Geräten begrenzt, sodass man so oder so selektieren muss. Letztlich wollen wir ja aber primär Radfahren und nicht ständig Mäusekino kucken, daher passt das schon.

Ich hoffe mit diesem Blogbeitrag, die ein oder andere Anregung geliefert zu haben. Wer etwas technikaffin ist, der wird dieser Connect IQ Geschichte sicherlich etwas abgewinnen können.

Auch möchte ich mich mit diesem Beitrag bei meinen Programmierer-Kollegen für deren wirklich sehr gute Arbeit bedanken -> ich weiß nur zu gut, wieviel Arbeit und auch Herzblut in diesen Connect IQ Apps steckt.

Im kommenden Teil 2 werde ich alsbald noch einige Connect IQ Apps speziell für Sportuhren vorstellen, wobei sich einige Apps überschneiden - also sowohl auf den Edge-Bikecomputern als auch auf diversen Sportuhren laufen, andere aber nur für Sportuhren verfügbar sind (was dann auch meistens Sinn macht).

Danke fürs Lesen, zur Belohnung gibt's noch etwas gute Mucke :) :



To be continued...

Mittwoch, 2. Januar 2019

Windows 7-10: Programme unbekannter Herkunft installieren

Vorweg: Aktuelle Windows-Versionen bieten einen Schutzmechanismus, der natürlich einen Sinn hat. Manchmal schießt diese Schutzfunktion aber etwas übers Ziel oder anders gesagt, manche Programme können aufgrund der dahinterstehenden Vertriebsmodelle (kleine alternative Softwareprojekte, Freeware, etc.) nicht so konfektioniert werden, dass sie 100% kompatibel mit dieser Windows-Schutzfunktion sind.

In diesem Blogbeitrag will ich daher kurz die Hintergründe aufzeigen und die notwendigen Schritte illustrieren, die nötig sind, um Programme 'unbekannter Herkunft' zu installieren.

Es versteht sich aber von selbst, dass der User vorher in Erfahrung bringen sollte, ob das zu installierende Programm sauber ist oder nicht!

Kurz: man sollte nicht jedes PC-Programm, welches einem im Internet über den Weg läuft, auf seinem PC installieren. Sofern man die Vertriebsquelle aber kennt und weiß, dass die zu installierende Software seriös ist, kann man das Risiko der Installation einer Software unbekannter Herkunft durchaus eingehen. Eine relativ seriöse Quelle wäre im deutschsprachigen Raum z.B. das Software-Archiv von heise.de.

Was sind eigentlich 'Programme (oder Apps) unbekannter Herkunft'?


Vereinfacht gesagt, darunter versteht man Programme, deren Herausgeber Windows (Microsoft) nicht kennt, was zur Folge hat, dass Windows defaultmäßig die Installation unterbindet. Bei älteren Windows-Versionen war das Anfangs nur eine Warnmeldung, Windows 10 geht mittlerweile aber einen Schritt weiter und unterbindet die Installation -> der User muss die Installation der unbekannten Software quasi erzwingen.

Unbekannter Herkunft sind daher alle Programme, die Windows nicht als Programm eines verifizierten Herausgebers identifiziert hat. 

Um als Programm eines verifizierten Herausgebers erachtet zu werden, muss ein PC-Programm signiert sein, was in der Regel über Drittanbieter vorgenommen wird. Das Erstellen und Verwenden jener Signaturen kostet natürlich Geld. Mitunter kann das sogar recht teuer werden, sodass sich eine Signatur für kleinere Softwareprojekte nicht (immer) rechnet.

Um das Thema an dieser Stelle nicht weiter unnötig zu vertiefen, was das Technische betrifft, verweise ich der Einfachheit mal auf einen Blog-Beitrag Code Signing - Eine Anleitung eines Blogger-Kollegen. 

Fakt ist, jeder Entwickler steht vor der Frage, ob er seine Software signieren soll oder nicht und wird dann sicherlich das Für-und-Wider eruieren und eine Entscheidung treffen.

Ich selbst habe mich bei meinen privaten Projekten gegen eine Signierung ausgesprochen, da diese Signatur einfach zu teuer käme. 

Bei kommerziellen Projekten (Auftragsarbeiten) mache ich das vom Auftraggeber abhängig -> häufig verzichten diese aber ebenfalls auf eine Signierung der Software (vorallem bei reinen Inhouse-Anwendungen).

An diesen Software-Signaturen verdienen m.E. vor allem auch die Unternehmen, die jene Signaturen ausstellen. Ich möchte hier aber nicht über den Sinn und Zweck dieser Signaturen diskutieren, nur ganz ohne Hintergrundwissen geht es dann eben doch nicht.

Jetzt aber zum eigentlichen Kern dieses Blog-Artikels.

Installation (Beschreibung der einzelnen Schritte):


1.) Aufruf des Setup-Programmes (z.B. setup_TLABPro_latest.exe)

2.) Windows (10) wird nun bei einem unsignierten Programm wahrscheinlich diese Hinweismeldung (sogenannter Windows SmartScreen Filter* -> siehe auch weiter unten unter 'Weiterführende Links') einblenden und die Installation unterbinden: 



















3.) Text 'Weitere Informationen' mit der Maus anklicken:



















4.) Daraufhin werden einige Zusatzmeldungen angezeigt -> nun den Button 'Trotzdem ausführen' drücken:



















5.) Nach Drücken des 'Trotzdem Ausführen' Buttons sollte das eigentliche Setup-Programm aufgerufen werden -> der Installationsprozess - es erscheint nochmal ein Warnhinweis! - muss mittels Drücken des OK-Buttons gestartet werden.




















6.) Das zu installierende Programm sollte nach Abschluss des Setups nun auf dem Windows-System installiert sein:

Voilà! 

Wie man dieser Kurzanleitung hoffentlich entnehmen kann, ist das alles keine Raketenwissenschaft, sondern Windows will einfach nur, dass der Anwender selbst Hand anlegt -> man könnte es auch so umschreiben: Windows will einfach sicherstellen, dass der User weiß, was er da gerade tut und durch diese kleine Hürden sollte das auch einigermaßen realisiert sein. 

Der User ist also nicht völlig entmachtet, sondern Windows blendet defaultmäßig nur die Wegweiser aus, was m.E. auch völlig in Ordnung geht.

Fazit:


Again, - ich kann das nicht oft genug hervorheben! -, man sollte schon wissen, was man tut und nicht jedes Programm unbekannter Herkunft auf seinem System installieren. Manchmal geht es aber nicht anders und dann kann man sich an diesen Leitfaden halten und die Software auf seinem Windows-System installieren.

Danke fürs Lesen.

To be continued...


Weiterführende Links:


Weitere Leitfäden:

https://www.remosoftware.com/info/de/sollten-sie-und-wie-man-umgehen-herausgeber-konnte-nicht-verifiziert-werden-warnung-windows-10/

* Interessantes zum Thema Windows SmartScreen:

SmartScreen-Fehlermeldung auch bei signierten Exe Files
(diese Diskussion sollte auch verdeutlichen, weshalb der Erwerb eines günstigen - auf zwei Jahre befristeten - 'Lifetime Signing' Zertifkats in dieser Sache nicht wirklich helfen muss, sondern im Grunde genommen nur die wesentlich teureren Extended-Validation-Zertifikate ein echtes Plus darstellen)

Windows 10: Smartscreen-Filter - das steckt dahinter

Infos zum Thema Codesignierung 



Dienstag, 17. Juli 2018

TrainingLab Pro (bzw. eine Windows-Anwendung) in einer virtuellen Maschine ausführen

Die TrainingLab Pro ist - wie die meisten User wissen - eine reine Windows Desktop Anwendung (und wird aufgrund der historischen Entwicklung (leider) auch immer eine reine Windows Anwendung bleiben).
Eine Portierung auf Macintosh oder Linux-Systeme käme einer kompletten Neuentwicklung gleich und wäre von mir alleine nicht zu stemmen (auch oder gerade was den Support betrifft -> letzteres wird bei solchen Sachverhalten gerne mal unter den Teppich gekehrt).

Ob und inwiefern es für User alternativer Betriebssysteme Sinn macht, die TrainingLab Pro in einer virtuellen Maschine zu betreiben, das vermag ich nicht zu beurteilen. Dennoch gibt es einige User - mich inbegriffen - die die TrainingLab Pro (auch) in einer virtuellen Maschine betreiben.

Daher will ich an dieser Stelle eine Kurzanleitung vorstellen, die die nötigen Schritte abbildet, die nötig sind, um die TrainingLab Pro (gilt natürlich viele andere Windows Anwendungen auch) in einer virtuellen Maschine unter einem Windows-System zu betreiben.
Das hier Beschriebene lässt sich also auch für andere Windows-Programme runterbrechen: letztlich verkörpert eine virtuelle Maschine - im hier beschriebenen Szenario - ja ein komplettes (Windows)-System.

Ich nutze für diese Illustration Virtualbox als Virtualisierungssoftware, der VMWare Player funktioniert auch recht gut und ist m.E. sogar noch ein bisschen performanter (ist aber nur für den privaten Gebrauch kostenlos nutzbar).
Andere VM Umgebungen wurden von mir nicht getestet.

Installation der Virtualisierungssoftware


Das ist der einfachste Part. Einfach das Setup des VM-Systems herunterladen und dieses ausführen/installieren (siehe weiter unten aufgeführte URLs bzgl. offizieller Bezugsquellen).

OS in der virtuellen Maschine aufsetzen und installieren


Die Beschreibung der Windows-Installation würde hier den Rahmen sprengen, zumal es letztlich - sofern eine virtuelle Maschine neu aufgesetzt wird und ein Windows-System neu installiert werden soll/muss - auf eine ganz profane Windows-Installation hinausläuft: Windows-Setup-DVD einlegen (oder ein entsprechendes *.ISO Image) und den Windows-Installationsprozess innerhalb der VM starten.


Daher kürze ich das an dieser Stelle ab und verweise auf einige Artikel, in denen die Inbetriebnahme einer bereits fertigen Windows XP-Umgebung, die von Microsoft (immer noch) zum Download angeboten wird, detailliert beschrieben wird:


Im Grunde genommen kann zur Ausführung der TrainingLab Pro jedes Windows Desktop System ab Windows-XP verwendet werden. Windows XP bietet sich hierfür an, da es schon fertig konfiguriert von Microsoft bezogen werden kann und die aktuelle TrainingLab Pro unter Windows XP - mit Ausnahme der Einbindung einiger Social Media Dienste - immer noch sehr gut funktioniert und vor allem in einer virtuellen Maschine sehr ressourcenschonend betrieben werden kann. Selbst durchschnittliche PCs sollten das stemmen können, wenngleich eine virtuelle Maschine immer etwas PS unter der Haube benötigt.

Sofern das Windows XP System innerhalb einer VM betrieben wird, dürfte ein damit einhergehendes Sicherheitsrisiko m.E. auch zu vernachlässigen sein -> aber again, es kann jedes von der VM unterstützte Windows OS >= Windows XP genutzt werden (aus diversen Gründen wurde die TrainingLab Pro - Stand Mitte 2018, Vers. 7.40 - von mir immer noch weitestgehend Windows XP kompatibel gehalten).

Installation/Einrichtung der TrainingLab Pro


Wenn  die virtuelle Maschine erstmal läuft, dann gibt es eigentlich kaum noch Fallstricke.
Einfach die virtuelle Maschine starten und warten bis das virtuelle Windows System hochgefahren ist. Im nächsten Schritt das TrainingLab Pro Setup ausführen und voilà, die TrainingLab Pro ist ab sofort nutzbar. 


Das Prozedere hat damals mein Kollege Alex genauer beschrieben, hier der Installationsleitfaden. Das jeweils aktuellste TrainingLab Pro Setup kann übrigens hier bezogen werden.

Auf eine Besonderheit möchte ich an dieser Stelle dennoch verweisen: bei meinen letzten Tests bzw. beim Verfassen dieses Blog-Beitrags bin ich unter einem neu aufgesetzten virtuellen Windows XP System auf das Phänomen gestoßen, dass bei einigen von der TrainingLab Pro genutzten Katen in den GPS Ansichten leere Kacheln angezeigt wurden. In dem Fall kann das Aktivieren einer neuen Option (erst ab TrainingLab Pro 7.40 implementiert) Abhilfe schaffen:

Einstellungen (Tweaks) TrainingLab Pro:

GRUNDSTELLUNGEN -> (Registerseite) PLUGINS -> MAP PROVIDER PLUGINS: Leaflet Maps Plugin: dort die neue Option Force IE 10 comp. mode aktivieren

Ob diese Option auf eurem virtuellem Windows System überhaupt nötig ist, vermag ich nicht zu sagen -> einfach Ausprobieren, sollten in den Kartenansichten leere Karten-Tiles zu sehen sein und das virtuelle Windows Zugriff aufs Internet haben, dann konnte ich bei meinen Testumgebungen den Kartenansichten mit diesem Tweak auf die Sprünge helfen. Möglicherweise macht diese neue Option auch bei nativen Windows-Systemen Sinn, wenn es mit den Kartenkacheln Probleme gibt (I don't know...).


TrainingLab Pro in der virtuellen Maschine


Auf aktuellen PC Systemen läuft die TrainingLab Pro dann auch sehr smooth in der virtuellen Maschine. Selbst in einem virtualisierten Windows 10 System, wobei der Host-PC, auf dem die virtuelle Maschine bzw. die  Virtualisierungssoftware läuft, dann aber schon etwas potenter sein sollte (anderenfalls müsste man sich doch mit einem etwas stockendem System arrangieren)

Auch würde ich in diesem Fall den VMWare Player vorziehen, da dieser gegenüber der VirtualBox Umgebung doch etwas performanter ist. Generell läuft Windows 10 aber auch auf bzw. in der VirtualBox Umgebung. 



Ein einfaches Windows XP System läuft aber - wie weiter oben bereits erwähnt - sehr gut und vorallem auch ressourcenschonend (und sollte obendrein günstig zu beziehen sein).

Geräteunterstützung

Da die virtuellen Maschinen mittlerweile in der Regel auch auf externe Hardware (USB-Geräte, MassStorage-Devices, etc.) zugreifen kann, da diese Geräte bei Bedarf durchgeschleift werden, sollte der Zugriff auf viele Geräte(speicher) somit kein Problem darstellen (in den Anfängen dieser VMs war das zum Teil noch etwas schwieriger).

Auf diesem Screenshot ist der dateibasierte Zugriff auf einen Enhanced Lezyne Micro C Bike Computer zu sehen -> das Gerät wurde als USB MassStorage Device durchgeschleift und kann daher innerhalb der virtuellen Maschine genutzt werden.

Selbst relativ antiquierte Hardware, die auf ein proprietäres Übertragungsprotokoll drahtlos via ANT+ Dongle aufsetzt, wie dieser Garmin Forerunner 50 (übrigens mehr oder weniger baugleich mit der MIXPro) kann sowohl unter der VirtualBox als auch VMWare Windows XP Umgebung problemos ausgelesen werden (wenn man von dem etwas kruden FirstTime Pairing dieser Geräte absieht -> bitte ggfs. Manual dieser Geräte kontaktieren). Allerdings muss der spezifische ANT USB Stick Treiber manuell installiert werden, sonst kann auf den ANT Dongle, der ersten Generation,  nicht zugegriffen werden (siehe auch meine entsprechenden Ausführungen in der TrainingLab Pro Autoren FAQ).



Und auch dieses - mittlerweile aber etwas in die Jahre gekommene - Wunderwerk der Laufkappen Technik, kann über die TrainingLab Pro in einer virtuellen Maschine ausgelesen werden. Allerdings muss der entsprechende Treiber auch in diesem Fall installiert werden (sollte über die automatische Windows Treibersuche gefunden und installiert werden können).


Fairerweise will ich anmerken, dass ich das alles nur unter einem Windows Host System getestet habe (also die Virtualisierungssoftware lief ihrerseits auf einem Windows 10 System).
Ich kann daher nicht garantieren, dass eine virtuelle Maschinen in einem Linux oder Mac OS Umfeld  problemlos auf die Geräte zugreifen kann.

So, ich hoffe mit diesen Ausführungen dem ein oder andere User etwas geholfen zu haben. Das Aufsetzen einer virtuellen Maschine ist heutzutage keine Raketentechnik mehr und etwas Spieltrieb vorausgesetzt, kann diese Sache sogar recht spaßig sein :-)

Weiterführende Links:


Danke fürs Lesen.

To be continued.

Montag, 18. Juni 2018

Gadgets, die das Leben leichter machen... (Part 2)

An dieser Stelle möchte ich wieder ein paar Gadgets vorstellen, die mir gute Dienste leisten.

[Achtung Werbung]: zwecks leichteren Zugriffs sind die entsprechenden Produkte direkt mit den dazugehörenden Amazon-Angebotsseiten verlinkt. Wenn man die hier aufgeführten Produkte über diesen Blog bestellt, erhalte ich im Rahmen des Amazon-Affiliate-Programms eine kleine Provision!
Mit den Herstellern der hier vorgestellten Produkten stehe ich nicht in Verbindung und die Produkte wurden von mir auch selbst erworben (falls das etwas zur Sache tut).

Jene Gadget-Typen stelle ich vor:
  • 'Sportliche' Gadgets
  • Technische-Gadgets 

Meine Sport-Gadgets:

  1. Elastic Lace System: ein elastischer Schnürsenkel mit Schnellverschluss

    Diese Schnürsenkel mit Schnellverschluß gibt es mittlerweile wie Sand am Meer (von diversen Herstellern). Ich bin bei diesen gelandet und verwende sie an meinen Laufschuhen.

    Sich selbstständig öffnende Schnürsenkel gehören damit der Vergangenheit an, was im Training der AV-Pace zugute kommt :)

    Gibt's wohl auch noch günstiger im Fünfer-Pack. Ob es dabei qualitative Unterschiede gibt, vermag ich aber nicht zu sagen. Diese hier sind qualitativ soweit ok (man sollte aber an den vorderen Kappen, die ein Aufdröseln der Enden verhindern sollen, nicht allzu fest ziehen, wenn man den Rezensionen auf Amazon Glauben schenkt).

  2. G4Free 40L Wasserdichter Ultraleicht Faltbarer Trekkingrucksack

    Es muss nicht immer Deuter und Co sein.

    Das ist mein Notfall oder sagen wir bessser BackUp Rucksack. Bei echten Wanderungen ziehe ich aber doch einen meiner Deuter Rucksäcke vor.

    Dieser hier liegt (meistens im Auto) griffbereit, wenn mal eine spontane Wanderung oder auch Einkauf ansteht.
    Qualitativ ganz in Ordnung, aber wie gesagt, es ist eine Notfall-Lösung, die selbstredend keinen echten Marken-Rucksack ersetzen kann. Eine echte Wandertour im Hochgebirge würde ich damit nicht unternehmen, zumal das Tragesystem aufgrund der Faltbarkeit natürlich recht rudimentär ist.

  3. Sea to Summit Ultra-Sil Day Pack

    Wenn's (zusammengepackt) noch eine Nummer kleiner sein soll. Diesen faltbaren BackUp-Rucksack verwende ich schon sehr viele Jahre. Gekauft habe ich ihn damals bei Globetrotter, als die Dinger noch sündhaft teuer waren.
    Funktioniert immer noch und hat mir sehr oft - vor allem im Urlaub - gute Dienste geleistet. Das Zusammenfalten ist zwar etwas tricky, aber durchaus machbar.

    Ähnliche klein zusammenfaltbare Rucksäcke gibt es übrigens auch bei Decathlon für kleines Geld. Dieser hier ist aber aus einem sehr strapazierfähigen Nylongewebe, zumindest bei mir dürften sich die Mehrkosten daher amortisiert haben.

    Preise vergleichen lohnt sich aber, die Preisspanne dieses Modells scheint zwischen 20 - 30 € zu liegen.

  4. Cocopa Fahrradlicht Fahrradrücklicht Fahrradbeleuchtung LED USB Wiederaufladbare 6 Lichtmodi

    Eines meiner Immer-Dabei Rücklichter. Hat leider keine StVZO Zulassung, aber bisher habe ich dbzgl. nie Ärger bekommen.

    Man sollte halt nicht den stärksten Helligkeitsgrad wählen (dann ist die Blendgefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer wohl zu hoch), aber in der niedrigsten Stufe ist es als Positionslicht durchaus zu gebrauchen.

    Am Alltagsrad nutze ich ein batteriebetriebenes Busch & Müller IX-RED Sensor, aber das Amicool hat den Vorteil, dass man es per USB Ladegerät aufladen kann und es aufgrund der Bauform und der Gummihalterung wirklich sehr universell verwendbar ist.

  5. Poweradd Sattelbezug, Komfortabel und Weich

    Ab und an kommt es bei uns Rennradlern ja mal vor, dass der Hintern nach längeren Runden (z.B. Ötztaler Radmarathon) etwas schmerzt.

    Wenn's mal wieder soweit ist, dann nutze ich zeitweise diesen Sattelüberzug am Alltagsrad (bis sich der Hintern wieder etwas erholt hat).

    Natürlich kann dieser Bezug einen schlechten Sattel nicht kompensieren, aber sofern man auf das Alltagsrad an diesen Tagen nicht verzichten kann, verschafft das Ding doch etwas Linderung.

    Tipp: noch günstiger gibt es diesen Bezug auch bei Decathlon (um ehrlich zu sein, ich nutze die Decathlon Variante :-) ).

Technische Gadgets:

  1. VicTsing drahtlose Maus Pro 2.4G Kabellose Maus mit Nano-Receiver,

    Dies ist meine Maus für Unterwegs. Ich nutze sie primär am (Arbeits)-Notebook, also ich verwende sie nur als Arbeitsmaus und noch als hochpräzise Gaming-Maus (falls das einen Unterschied machen sollte).

    Kurze Rede, langer Sinn: sie tut genau das, was man von einer drahtlosen Maus erwartet und der Klickmechanismus der Mausknöpfe ist zudem recht leise.

    Für den Preis, der je nach Hersteller/Anbieter zwischen 6.99 und 8.99 variieren kann, absolut empfehlenswert. Gibt es wie gesagt von diversen Anbietern, ich nehme mal an, dass diese Mäuse alle aus derselben Fabrik in China kommen. Ggfs. einen anderen Anbieter wählen, falls dieses Modell gerade vergriffen sein sollte. Viel falsch machen kann man m.E. nicht.

  2. Digital Messschieber, Minkle Professionale Kohlefaser Schieblehre mit LCD Anzeige,

    Ersetzt definitiv keinen hochwertigen Messschieber; einer davon liegt aber ständig griffbereit auf meinem Schreibtisch und ein zweiter in der Küche, wenn es mal schnell gehen muss.

    Für Maschinenbauer ist das nix, aber zum Messen des Sattelstützendurchmessers, etc. taugt das Dingens alle Mal.

    Die groben (Falsch)Messungen Pi mal Daumen mit dem Zollstock/Lineal gehören damit der Vergangenheit an.

    Am besten vorher ein paar Testmessungen machen, sollten die Abweichungen wider Erwarten doch zu groß sein, dann ggfs. vom Rücktrittsrechts Gebrauch machen. Aber wie gesagt, meine beiden Schieblehren messen sehr konstant.

    Diese Messschieber gibt es auch noch in größer (Messbereich 150 mm anstatt 100 mm) -> diese größeren Varianten scheinen mir ungenauer zu sein. Ich habe die kleine 100 mm Variante.

  3. TaoTronics TT-SH014 Fisheye Objektiv Clip-On Kamera Adapter für Smartphones (180 Grad Fisheye Objektiv, 10x Macro Objektiv, 0,4x Weitwinkelobjektive)

    Um ehrlich zu sein, ich habe mir dieses Set nur wegen des Macro Objektivs gekauft, weil mein Mittelklasse Smartphone irgendwann die Segel einholt, wenn man zu nahe an das Objekt heran muss.

    Das Macro Objektiv füllt genau diese Lücke. Da ich des öfteren im technischen Bereich Fotos machen muss (z.B. Dokumentation schlechter Lötstellen, etc.) findet dieses Linsen-Set bei mit öfters Anwendung.

    Für dieses Anwendungsgebiet für mich völlig ausreichend.

So, das mal zum Zweiten.

Vielleicht kann der ein oder andere mit diesen Gadgets ja etwas anfangen. Würde mich freuen.

Wie gesagt, diese Produkte begleiten mich teilweise schon sehr lange und auch wenn ich sie als Gadgets deklariert habe - eine Bezeichnung, die ihnen nur bedingt gerecht wird -, würde ich sie als sinnvolle Tools umschreiben.

Eben Tools, die man nicht unbedingt braucht, die aber das (Alltags)-Leben doch etwas leichter gestalten können. Bei Interesse werde ich diesen Beitrag eventuell ergänzen bzw. eine Serie daraus machen :)

Falls es noch mehr Gadgets sein dürfen?: im ersten Teil habe ich einige mehr alltagsbewährte Gadgets vorgestellt.

Danke fürs Lesen.

To be continued...

Mittwoch, 13. Juni 2018

Akkuwechsel bei einem Sony Xperia Z3 Tablet Compact

Dies ist eine kurze Anleitung, die die nötigen Arbeitsschritte, die bei einem Akkuwechsel des Xperia Z3 Tablet Compact anfallen, illustrieren soll.

Vorweg: im Netz finden sich einige Anleitungen, die sich aber allesamt auf die Smartphone Variante des Xperia Z3 Compacts beziehen. Auch repariert der Smartphone Service im hiesigen Mediamarkt nur das Xperia Z3 Compact Smartphone, nicht aber die Tablet Variante. Aufgrund der blöden Namensgleichheit (was hat sich Sony dabei nur gedacht?) ist es dann auch nicht so einfach, präzise Auskünfte oder Informationen einzuholen.

Weiter unten habe ich daher noch einige Links von Firmen aufgeführt, die zumindest einen Akkuwechselservice beim Xperia Z3 Tablet Compact zum Festpreis anbieten.

Der Sony-Support selbst konnte mir leider keinen Festpreis nennen, sondern nur eine optionale Reparatur mit Kostenvoranschlag anbieten, was mir aufgrund des Alters des Tablets aber zu vage war. Möglicherweise fällt diese Reparatur, was die Kosten betrifft, ja moderat aus, aber nix genaues weiß ich nicht.

Daher habe ich mich selbst ans Werk gemacht, was dank einiger YouTube Videos auch für mich Hobby-Elektrotechniker zu meistern war.

Hinweis: ich übernehme natürlich keinerlei Gewähr und wer sich seiner Sache nicht sicher ist, der sollte besser die unten genannten Service-Adressen nutzen.

Auch sollte man sich im Klaren sein, dass die Wasserdichtigkeit des Xperia Z3 Tablets durch diese Aktion sehr wahrscheinlich nicht mehr gegeben sein wird (ich war mit meinem Tablet allerdings auch nie Tauchen, sodass ich mit diesem Funktionsverlust leben kann :) )


Nachtrag 18.06.2018: Weiter unten habe ich ein paar Ergänzungen bzgl. der Neuverklebung des Displays eingepflegt.

Los geht's:


1.) Display entfernen:


Zuerst muss das Display entfernt werden, was m.E. auch der komplizierteste Part bei diesem Vorhaben ist. Beim Xperia Z3 Tablet Compact kommt man nämlich nur über das Display an das Innenleben ran. 
Da das Display verklebt ist, muss man dabei etwas in die Trickkiste greifen und mit heißer Luft arbeiten. Auch ist etwas Gefühl vonnöten und geeignetes Werkzeug.



Glücklicherweise habe ich im Netz dann doch ein YouTube Video gefunden, auf das ich hier verlinken will:


Diesem Video kann man sehr gut entnehmen, wie man dabei vorgehen muss und welche Kabel auf welche Art entfernt werden müssen, um an den Akku zu gelangen. 
Again, es ist dabei etwas Fingerspitzengefühl vonnöten, man sollte nicht mit Kraft vorgehen, sondern den durch die Hitze aufgeweichten Kleber vorsichtig mit einem geeigneten Tool abschaben. Man wird mehrmals den Föhn ansetzen müssen, da die Klebeschicht mit Erkalten wieder hohe Klebekräfte entwickelt.

Das Flachbandkabel des Displays wird einfach nach oben weggezogen, nachdem vorher das schwarze Fixierblech (Kunststoff-'Blech') entfernt wurde (siehe Video).


2.) Kabel entfernen 


Gleiches trifft auf die beiden Anschlußkabel des Akkus zu, die nur gesteckt sind und mit einem geeigneten Tool herausgehebelt werden können. Auch das ist im Video zu sehen. Ein dünner, aber harter Plastikschraubenzieher (oder sowas in der Art, aus Kunststoff, um einen Kurzschluss zu vermeiden), bietet sich hierfür an.



Etwas komplizierter - wenn man die Technik dahinter nicht kennt - ist das Entfernen des zweiten Flachbandkabels, das die Taster (Power- und die beiden Lautstärke-Tasten) mit dem Motherboard verbindet. Hierfür muss man wissen, dass es sich dabei um eine sogenannte ZIF-Verbindung handelt, die eine besondere Mechanik aufweist. 
Siehe sehr gute Ausführungen hier: Erkennen und Trennen von Kabelverbindern

Auf unser Xperia Z3 bezogen heißt das, dass man die helle weißfarbene Seite mit einem kleinen Schraubzieher umklappen muss -> in keinem Fall versuchen, das schwarze Stück abzuziehen (es sieht für einen Laien nämlich so aus, als sei das schwarze Stück nach vorne abziehbar, wenn man die Klemmung löst), das würde diese Kupplung sofort beschädigen. Und natürlich auch nicht das Flachbandkabel mit Gewalt herausziehen!

Diese Bildsequenz sollte das Vorgehen verdeutlichen. Nachdem der helle Verschlußbügel umgeklappt wurde, kann man das Flachbandkabel problemlos herausziehen.


3.) Akku entfernen und durch neuen Akku ersetzen


Nun hätte man eigentlich freien Zugriff auf den Akku. Leider ist dieser mit doppelseitigem Klebeband verklebt, sodass man wieder zu einem Föhn greifen sollte, um die Klebekraft zu bändigen. Auch hier war wieder etwas Fingerspitzengefühl gefragt, da das doppelseitige Klebeband wirklich eine hohe Klebekraft aufwies.


Nun kann man den neuen Akku anbringen. Etwas dünnes Doppelklebeband auf der Platine anbringen, damit der Akku zusätzlich fixiert wird (Sony wird sich ja sicherlich etwas dabei gedacht haben, den Akku zusätzlich zu fixieren).

Am rechten Rand (also die Tablet-Kopfseite, wo die Taster platziert sind) müssen die Haltenasen des Akkus oben und unten korrekt in das Gehäuse geklemmt werden -> anderenfalls steht der Akku etwas über.


4.) Zusammenbau der inneren Komponenten

Der Zusammenbau erfolgt dann analog zur Demontage, also:

  • die beiden Anschlußkabel des Akkus wieder in die vorhandenen Steckvorrichtungen stecken (auf die korrekte Polung achten, wobei diese durch die Kabelführung ja schon mehr oder weniger vorbestimmt ist).

  • Flachbandkabel der Taster wieder in den ZIF Verbinder einstecken und verriegeln.

  • Flachbandkabel des Displays anstecken, und das schwarze Fixierblech (Kunststoff-'Blech') wieder anbringen. Display testweise auf das Tablet aufsetzen, mittels Gummibändern fixieren und einen ersten Testlauf fahren.

Hinweis: Ohne diesen Test sollte man mit dem nächsten Schritt (Neuverkleben des Displays) nicht fortfahren -> erstmal schauen, ob das Display etwas anzeigt und vorallem auch die Touchfunktion funktioniert! Anderenfalls wird man sich wohl sehr ärgern, wenn man wieder bei 1.) anfangen muss!



5.) Neuverkleben des Displays

Da bin ich jetzt auch auf ein YouTube Video gestoßen, in dem das Vorgehen beschrieben wird. Besser kann man es wohl nicht visuell in Szene setzen. An dieser Stelle daher mal einen Dank an TutopolisTV.


Wenn alles gut verlaufen ist, die OP also ohne Verluste vonstatten gegangen ist, dann sollte das Tablet wieder genug Power haben, um einen Tag über die Runde zu bringen :)


Nachtrag 18.06.2018: Zum Neuverkleben wird in diesem Video ein spezielles doppelseitiges Klebeband verwendet. Ich hatte unten ein relativ Preiswertes verlinkt. Dies kann ich leider nicht mehr empfehlen, da trotz sauberer Klebeflächen diese Klebung zweimal nicht von Dauer war, sodass sich das Display innerhalb eines Tages wieder abgelöst hatte.
Ich verwende stattdessen jetzt einen speziellen Flüssigkleber, der die Eigenschaft haben soll, sich unter Wärmeeinwirkung auch wieder entfernen zu lassen (falls dann in vier-fünf Jahren wieder ein Akkuwechsel nötig werden sollte :) )

Weiterführende Links und Adressen:


Reparaturen (Akkuaustausch):
  • Sony Repair Service
    (Zitat Sony Repair Webseite: 'Wenn Sie die Kosten für die Reparatur nicht zahlen möchten, senden wir das Xperia Gerät an Sie zurück. Dabei fallen Kosten in Höhe von 0 an. In den Kosten sind die Untersuchungs-, Versand- und Bearbeitungsgebühren enthalten.')
    Wenn das wirklich so abläuft, dann wäre das von Sony sehr fair -> ich kenne das von anderen Firmen, bei den der Kostenvoranschlag bei Nichtreparatur in jedem Fall in Rechnung gestellt wird!)
  • W-SUPPORT.COM GMBH
    (Diese Firma bietet einen Xperia Z3 Tablet Compact Akkuwechselservice zum Festpreis von 57,12 € an, was ich in Anbetracht des Arbeitsauswands als äußert fairen Preis erachte -> mir liegen aber keine Erfahrungswerte zu dieser Firma vor)

YouTube Videos:

Wer es selbst einmal ausprobieren möchte:
(Transparenzhinweis: falls über diesen Link bestellt wird, erhalte ich von Amazon eine kleine Provision).


Werkzeuge, Material:

  • MMOBIEL B-7000 15 ML Mehrzweck Flüssig Kleber Industrie

    Nachdem meine Versuche mit dem unten verlinkten doppelseitigem Klebeband nicht von Dauer waren, nutze ich nun diesen speziellen Displaykleber.










  • Doppelseitiges Klebeband (zum Neuverkleben des Displays nötig)

    Leider hat sich Klebeband bei mir nach einigen Stunden wieder abgelöst, was zur Folge hatte, dass das Display nicht mehr fest auf dem Tablet-Rahmen aufsaß.

    Möglicherweise gibt es bei diesen doppelseitigtem Klebebändern qualitative Unterschiede oder ich habe bei der Anwendung etwas falsch gemacht.
    Ich verwende jetzt wie gesagt den oben verlinkten Kleber und das Display löst sich jetzt nicht mehr ab.



  • Den Li-Ion Ersatz-Akku habe ich über Ebay von carbonphone-firstcom zum Preis von 29.95€ erworben:
    100% Original Sony Xperia Tablet Z3 Akku LIS1569ERPC 1286-0138 4500 mAh
    (wirklich superschneller Versand und der Akku scheint mir auch ein Sony-Originalteil zu sein, kann also nur Gutes berichten -> Akku befindet sich gerade im echten Testbetrieb, die ersten Laufzeiten waren mit dem Neuzustand vergleichbar).

  • Smartphone Werkzeug Set (hat mir schon des öfteren sehr gute Dienste geleistet)



Danke fürs Lesen.

To be continued...